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Die Gesellschaft der Menschen

Ihre Entstehung, Funktionsweisen und Zukunftsperspektive- Eine energetische Gesellschaftstheorie

Dietrich Droste

In seinem neuen Buch vermittelt der Autor mit historisch-soziologischem und zugleich naturwissenschaftlichem Zugriff die grundlegenden Funktionsweisen menschlichen Gesellschaftslebens. Dessen Entstehung und Funktionieren führt er an konkreten Beispielen aus Frühgeschichte, Geschichte und Gegenwart auf die zugrunde liegende Notwendigkeit dauernden Energieerwerbs aus der jeweiligen Umwelt des Menschen zurück. Wie dieser Energieerwerb in zunehmend naturfernem, einvernehmlichem Gütertausch erreicht wird, zeigt er an Beispielen gesellschaftlichen Lebens wie Freundschaft, Ehe, Nachbarschaft, Geselligkeit, Spiel, Sport, Religion, Kunst, Kultur, Wirtschaft und Politik in seiner innovativen Gesamtschau interdisziplinär auf.
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17 Öffentliche Einrichtungen zur Sicherung und Förderung des gewinnbringenden Energieaustauschs

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Seit die Menschen mit der Umstellung auf bäuerliche Lebensweise in der sogenannten Neolithischen Revolution sesshaft geworden sind, wurden bauliche Sicherungen ihrer Vorräte an Saatgut und Nahrungsmitteln für den jahreszeitlich vorgegebenen Bedarf zur lebenssichernden Notwendigkeit. Dabei waren solche Vorräte, zu denen auch das Nutzvieh zählte, nicht nur gegen verderbliche Witterung und tierische Schädlinge zu schützen, sondern, wie in Kapitel 2 bereits gezeigt, vor allem auch gegen menschliche Räuber. Dies erforderte in befestigten Wehrsiedlungen die ersten öffentlichen Bauten wie die zunächst aus Lehm und Stroh aufgeführte Ringbefestigung, außerdem ‚Heiligtümer‘ und gemeinsam betriebene Werkstätten für Körbe und Keramik, die zur Aufnahme, Zubereitung und Verteilung der Ernteerträge an die Verbraucher nötig geworden waren. Nachdem die landwirtschaftliche Nahrungsproduktion und damit die Wohnstätten der Bauernfamilien mehrheitlich in die fruchtbaren Schwemmland-Ufergebiete von Euphrat und Tigris verlagert worden waren, entstand, wie ebenfalls in Kapitel 2 dargestellt, Bedarf an größeren und festeren öffentlichen Bauten in Form der Zikkurat, um Menschen, Vieh und Kornvorräte vor den jährlichen Hochwassern zu schützen und gleichzeitig einer verehrten Gottheit ein würdiges und sicheres Haus bereitzustellen. Der Bau solcher riesigen, über Hunderte von Metern langen und bis zu 50 m hohen Gebäude, die möglichst jedem Hochwasser standzuhalten hatten, erforderte zweifellos eine eigene Kunstfertigkeit auf Seiten der leitenden Bauhandwerker, mithin die Entwicklung der Architektur als einer neuartigen Kunst. Diese fußte auf der schon in der vorsumerischen Halaf-Kultur entwickelten Lehmziegel-Bauweise, die...

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