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Die Gesellschaft der Menschen

Ihre Entstehung, Funktionsweisen und Zukunftsperspektive- Eine energetische Gesellschaftstheorie

Dietrich Droste

In seinem neuen Buch vermittelt der Autor mit historisch-soziologischem und zugleich naturwissenschaftlichem Zugriff die grundlegenden Funktionsweisen menschlichen Gesellschaftslebens. Dessen Entstehung und Funktionieren führt er an konkreten Beispielen aus Frühgeschichte, Geschichte und Gegenwart auf die zugrunde liegende Notwendigkeit dauernden Energieerwerbs aus der jeweiligen Umwelt des Menschen zurück. Wie dieser Energieerwerb in zunehmend naturfernem, einvernehmlichem Gütertausch erreicht wird, zeigt er an Beispielen gesellschaftlichen Lebens wie Freundschaft, Ehe, Nachbarschaft, Geselligkeit, Spiel, Sport, Religion, Kunst, Kultur, Wirtschaft und Politik in seiner innovativen Gesamtschau interdisziplinär auf.
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21 Gesellschaftliche Vereinigungen als Mittel zur Durchsetzung persönlicher und politischer Anliegen

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Der Mensch konnte sich, wie in den Kapiteln 2 und 3 genauer dargestellt, nachdem er aus dem zurückweichenden Urwald auf die ostafrikanische Steppe verdrängt worden war, nur durch Entwicklung wirksamer Werkzeug- und Waffentechnik gegenüber einer biologisch viel besser an die für ihn neue Umwelt angepassten Tierwelt behaupten. Dem sogenannten Modernen Menschen gelang dies später in der Auseinandersetzung mit dem robusteren und an das kühlere mitteleuropäisch-asiatische Klima angepassten Neandertaler, wie in Kapitel 3 erläutert, durch Entwicklung der ersten totemistisch gestützten Menschengesellschaft. Dieser wiederum gelang es durch Klan- und Stammesbildung, die physisch als Einzelkämpfer überlegenen Neandertaler mit zahlenmäßiger Überlegenheit eines gemeinsam kämpfenden Stammes aus dem euro-asiatischen Steppengebiet bis in den Süden der iberischen Halbinsel zu verdrängen und letztlich aussterben zu lassen. Damit hatten die modernen Menschen das Prinzip überlegener Machtbildung durch die größere Zahl gemeinsam agierender und damit ihre individuelle Unterlegenheit gegenüber stärkeren Gegnern umkehrende Kooperation erfolgreich erprobt. Dieses energetische Kumulationsprinzip erwies sich, wie die globale Verbreitung des Totemismus beweist, auch im weiteren Verlauf der Menschheitsgeschichte als generelles Erfolgskonzept von Menschengesellschaften. In der Tierwelt als Schwarm- oder Herdenbildung nur defensiv genutzt, vermochten es die kommunikativ herausragend entwickelten Menschen auch offensiv einzusetzen, was den modernen Menschen eben ihre globale Verbreitung ermöglichte. Energetisch gesehen erscheint die Machtbildung mit Hilfe der großen Zahl geradezu selbstverständlich, um nicht zu sagen primitiv, da die Addierung der Energie vieler Akteure selbstverständlich zu potenzierter Wirkkraft führen muss....

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