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Strategien gegen Rechtsextremismus im Fußballstadion

Daniel Duben

Daniel Duben bietet mehr als einen bloßen Überblick über den Stand der Forschung im Bereich Strategien gegen Rechtsextremismus im Fußballstadion. Bis heute gibt es kein theoretisch fundiertes Gesamtkonzept, das zwischen allen relevanten Akteuren abgestimmt ist und ein zielgerichtetes Vorgehen gegen die verschiedenen Erscheinungsformen des Rechtsextremismus im Fußballstadion ermöglicht. In diesem Buch werden die bis dato vorhandenen Teilerkenntnisse dieses Forschungsfeldes zusammengetragen und erstmals systematisiert. Unter Berücksichtigung potenzieller Berührungspunkte zwischen Rechtsextremen und Fußballfans entwickelt der Autor ein theoretisches Fundament für Strategien gegen die Vereinnahmung von Fankulturen in Fußballstadien durch rechtsextreme Ideologien.
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3. Die Systematisierung von Strategien gegen Rechtsextremismus

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Schon die Skizze des weiten Forschungsfelds Rechtsextremismus hat in Kapitel 2 gezeigt, wie vielfältig dieses Themengebiet ist. Es verwundert daher nicht, dass sich auch das Feld der Strategien gegen Rechtsextremismus äußerst unübersichtlich präsentiert. Bereits „in den 90er-Jahren wurde […] eine intensive wissenschaftliche Diskussion geführt, so dass mittlerweile eine kaum zu überblickende Bandbreite sowohl an empirischen Befunden als auch an theoretischen und praktischen Modellen bzw. Ansätzen vorliegt“ (Schubarth 2000: 251). Diese Entwicklung hat sich zu Beginn des neuen Jahrtausends im Zuge der Evaluation von verschiedenen Projekten, besonders solchen, die im Rahmen der breit angelegten Bundesprogramme ‚Jugend für Toleranz und Demokratie – gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus‘ sowie ‚Vielfalt tut gut. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie‘ gegen Rechtsextremismus durchgeführt wurden, weiter verstärkt. Sowohl in der theoretischen Nachbereitung als auch in der Praxis herrscht inzwischen ein kaum zu überschauendes Nebeneinander aus verschiedenen, einerseits noch aktiven und andererseits bereits ausgelaufenen, Bundesprogrammen, zivilgesellschaftlichen Projekten und staatlich geförderten Maßnahmen gegen Rechtsextremismus. Hinzu kommt das Engagement von vielen Privatpersonen, etlichen Vereinen sowie zahllosen Initiativen. Verschiedene Studien versuchen im Vorfeld der eigentlichen Evaluation konkreter Projekte eine gewisse Ordnung in den existierenden Dschungel aus Projekten, Maßnahmen und Strategien zu bringen (vgl. z.B. Emminghaus et al. 2007: II). Eine allgemein gültige Systematik, nach der Projekte beziehungsweise Maßnahmen gegen Rechtsextremismus geordnet, katalogisiert oder gar systematisiert werden, ist jedoch weiterhin nicht in Sicht.

Die Gründe dafür sind vielfältig. Schon der Versuch, sich einen...

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