Show Less
Restricted access

Gegen Staat und Kapital – für die Revolution!

Linksextremismus in Deutschland – eine empirische Studie

Series:

Klaus Schroeder and Monika Deutz-Schroeder

Das Buch zeichnet ein differenziertes Bild vom aktuellen Linksextremismus in Deutschland. Die Autoren werfen einen kritischen Blick auf den Forschungsstand, beschreiben die Geschichte des Linksextremismus und entwickeln auf Basis der Selbstdarstellungen typischer linksextremer Gruppen eine Skala, die die verschiedenen Dimensionen eines linksextremen Einstellungsmusters umfasst. Auf dieser Grundlage führte Infratest dimap eine repräsentative Befragung der deutschen Bevölkerung durch, die die weite Verbreitung linksextremer Einstellungen in der Bevölkerung zeigt. Darüber hinaus erfolgt eine kritische Betrachtung der Diskussion um den Begriff «Extremismus». Der Zusammenhang von (Links-)Extremismus und Gewalt wird ebenso erörtert wie die Realität linksextremen Gewalthandelns. Hinzu kommen Interviews mit ehemaligen Linksradikalen und linksaffinen Jugendlichen.
Show Summary Details
Restricted access

II. Empirische Studien zum Linksradikalismus und Linksextremismus

Extract

II.Empirische Studien zum Linksradikalismus und Linksextremismus

Die sozialwissenschaftlich geleitete empirische Erforschung von Linksradikalismus und Linksextremismus setzte Anfang der 1970er Jahre nicht zuletzt unter dem Eindruck der Studentenrevolte ein. Neben der Erforschung der Motive politisch radikaler Personen ging es dabei um die Prognose des Wählerpotenzials von NPD und DKP. Mit der Marginalisierung der NPD nach der Bundestagswahl 1969 konzentrierte sich die Forschung auf den Linksradikalismus bzw. Linksextremismus und seine Attraktivität auf junge Menschen.

Nach der Wiedervereinigung befassten sich verschiedene Forschungsprojekte mit dem Wählerpotenzial der PDS und den Nachwirkungen politischer Sozialisation in der DDR. Die meisten Projekte untersuchten links- und rechtsextreme Einstellungen und Verhaltensweisen gleichzeitig und entwickelten jeweils eine eigene Linksextremismusskala weitgehend ohne Bezugnahme auf von anderen Forschern verwendete Items. Anders als in der Rechtsextremismusforschung besteht kein Konsens über die Notwendigkeit und Plausibilität einer Linksextremismusskala.

Zur Entwicklung und Einordnung unserer Linksextremismusskala und der Ergebnisse der Repräsentativbefragung werden nachfolgend die wichtigsten empirischen Studien der vergangenen fünfzig Jahre und ihre Resultate kurz dargestellt.

1.Klingemann/Pappi: Politischer Radikalismus (1970)

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.