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Gegen Staat und Kapital – für die Revolution!

Linksextremismus in Deutschland – eine empirische Studie

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Klaus Schroeder and Monika Deutz-Schroeder

Das Buch zeichnet ein differenziertes Bild vom aktuellen Linksextremismus in Deutschland. Die Autoren werfen einen kritischen Blick auf den Forschungsstand, beschreiben die Geschichte des Linksextremismus und entwickeln auf Basis der Selbstdarstellungen typischer linksextremer Gruppen eine Skala, die die verschiedenen Dimensionen eines linksextremen Einstellungsmusters umfasst. Auf dieser Grundlage führte Infratest dimap eine repräsentative Befragung der deutschen Bevölkerung durch, die die weite Verbreitung linksextremer Einstellungen in der Bevölkerung zeigt. Darüber hinaus erfolgt eine kritische Betrachtung der Diskussion um den Begriff «Extremismus». Der Zusammenhang von (Links-)Extremismus und Gewalt wird ebenso erörtert wie die Realität linksextremen Gewalthandelns. Hinzu kommen Interviews mit ehemaligen Linksradikalen und linksaffinen Jugendlichen.
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XI. Feindbilder von Linksextremisten

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XI.Feindbilder von Linksextremisten

Das den meisten Linksextremen eigene Freund-Feind-Denken, verbunden mit der Ablehnung des bürgerlichen Rechtsstaates, führt gleichsam automatisch zur Legitimation von Gewalt gegen „die Feinde“. Dabei weiten sie die Kampfzone ständig aus.1450

Polizisten

An erster Stelle im Feindbild-Ranking steht der aus linksextremer Sicht „repressive Staat“, verkörpert insbesondere durch Polizisten. Ihnen gegenüber hegen nahezu alle (gewaltbereiten) Linksextremisten einen geradezu unbändigen Hass, dessen Wurzeln in gewalttätigen Auseinandersetzungen mit Polizisten anlässlich von Demonstrationen, Blockaden, Häuserräumungen usw. liegen.

Vor allem in Berlin und Hamburg gehen Linksextremisten offensiv gegen Polizisten vor. Sie bewerfen fahrende Streifenwagen mit Steinen und nehmen dabei auch schwerwiegende Verletzungen der Polizisten in Kauf.1451 Am 1. Mai 2014 in Hamburg griffen Vermummte sogar zwei mit Verkehrspo ← 453 | 454 → lizisten besetzte Streifenwagen mit Molotow-Cocktails an.1452 Die gewaltbereite linksextreme Szene in Hamburg und Berlin diskutiert nicht mehr, ob Gewalt gegen Personen – in diesem Fall gegen Polizisten – grundsätzlich gerechtfertigt ist, sondern wie Gewalt und Militanz auf Demonstrationen strategisch am besten eingesetzt werden können und wie weit die gegen Personen eingesetzte Gewalt gehen darf.

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