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Mediale Verwertung von Sportveranstaltungen

Zivilrechtliche Grundlagen der Verwertung und kartellrechtliche Analyse der Einkaufsgemeinschaft der EBU

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Jessica Sänger

Das Buch befasst sich mit der Frage nach der Grundlage von Sportrechten im deutschen und englischen Recht und bietet eine detaillierte Untersuchung der kartellrechtlichen Zulässigkeit der Einkaufsgemeinschaft der EBU. Public Viewing, Live-Ticker und Spielpläne werden auf ihre Lizenzpflichtigkeit hin überprüft. Eine ausführliche Marktabgrenzung berücksichtigt aktuelle Entwicklungen in Technologie und Nutzerverhalten. Vor dem Hintergrund des More Economic Approach sowie der besonderen Beziehung zwischen exklusiver Verwertung und Kartellrecht zeigt sich, unter welchen Umständen Einkaufskooperationen auf den Märkten für attraktive Sportveranstaltungen zu verbotenen Wettbewerbsbeschränkungen und zum Missbrauch marktbeherrschender Stellungen führen können. Die Arbeit wurde mit dem Dissertationspreis der Dr. Feldbausch-Stiftung des Jahres 2015 ausgezeichnet.
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III. IPTV, Internetfernsehen und Web-TV

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Im Vergleich zum klassischen Fernsehen und zum Hörfunk relativ neu ist die digitale Verbreitung von Inhalten mit Hilfe des Internet-Protokolls (IP)493. Die Digitalisierung494 ermöglicht u.a. eine weitaus effizientere Nutzung von Übertragungskapazitäten495. Die Begriffe wie IPTV, Internetfernsehen und Web-TV, die diese Technologien beschreiben, werden nicht einheitlich verwendet496. Hier soll jedoch ein Überblick über die verschiedenen Modelle gegeben und für den Zweck dieser Untersuchung sinnvolle Begrifflichkeiten festgelegt werden.

Beim Empfang von Inhalten über IP am Fernsehgerät ist in der Regel von „IPTV“ die Rede. Werden die Inhalte am Rechner empfangen, spricht man häufig von „Internetfernsehen“ oder „Web-TV“. Teilweise wird jedoch auch hier von IPTV gesprochen497. Zum Zwecke der Unterscheidung soll im Folgenden mit IPTV jedoch nur der Empfang am Fernsehgerät gemeint sein. Für den Abruf im Internet über den PC sollen hier die Begriffe Internetfernsehen und Web-TV verwendet werden. Dabei ist mit Internetfernsehen für die Zwecke dieser Untersuchung der Empfang des zeitgleich laufenden Fernsehprogramms am PC, das sogenannte „Live Streaming“498, gemeint. Unter Web-TV sollen hier Angebote ← 101 | 102 → verstanden werden, die von ihrer Konzeption her für die Nutzung am PC gedacht sind und die zeitsouverän vom Nutzer abgerufen werden können, auch „Webcasting“499 genannt. Beide Dienste werden im Internet verbreitet.

Allen genannten Erscheinungsformen der internetbasierten Übertragung ist gemeinsam, dass Bild und/oder Ton auf Basis des Internetprotokollstandards übermittelt werden500. Die Übermittlung erfolgt zumeist über das Internet oder mit Hilfe von DSL-Technik über das Telefonkabel501. Eine...

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