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Deutschlandismen in den Lernerwörterbüchern

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Chiara Scanavino

In Zeiten der Europäischen Union und der vereinfachten Mobilität innerhalb Europas ist es sehr wichtig, auf die eigene Sprachverwendung zu achten: Regional markierte Wörter erschweren die Kommunikation, besonders für die Lerner einer Fremdsprache, weil sie ungesteuert gelernt werden. Auch wenn die Standardsprache Deutschlands als überregional und übernational gilt, weicht sie vom Standard Österreichs und der Schweiz ab. Das Deutsche – wie das Englische und viele andere Sprachen auf der Welt – ist eine plurizentrische Sprache: Sie wird in mehreren Orten, den Zentren, kodifiziert. Deutschland verfügt über eine eigene nationale Varietät, auch wenn sich die Deutschen dessen nicht bewusst sind. Die Arbeit befasst sich mit den Deutschlandismen, den typischen, sprachlichen Merkmalen der Standardsprache Deutschlands, die von Ammon Teutonismen genannt werden, und zeigt, wie die Lexikographen sie behandeln sollten.
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C. Die Schweiz

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1. Geschichte1

Die Schweizerische Eidgenossenschaft (Confederación Helvetique) ist eine Zusammensetzung aus verschiedenen Kulturen, die in dieses Gebiet immigriert sind. Ureinwohner der heutigen Schweiz sind die Räter, eine keltische Bevölkerung, deren Idiome verschiedene Dialekte waren, die Gemeinsamkeiten mit dem Ladinisch und Friaulisch aufwiesen. Zwischen dem Ende des 1. Jahrhunderts vor Christus und dem Jahr 400 nach Christus wurden die Räter romanisiert: Zur selben Zeit kamen auch die französischsprachigen Gallorömer in der Westschweiz und die Italiener im Süden hinzu. Um das 5. und das 6. Jahrhundert nach Christus (d. h. zur Zeit der zweiten Lautverschiebung, die in diesem Raum stattfand) kamen die Alemannen an und gründeten die heutige Sprachenlandschaft der Schweiz. Die verschiedenen Sprachgemeinschaften hatten bis 1291, als die Kantone Uri, Schwyz und Unterwalden ein Bündnis gründeten, kaum Kontakt untereinander. Im Laufe der Jahrhunderte haben progressiv auch andere Kantone an dem ursprünglichen Bund teilgenommen. Die moderne Schweiz existierte ab dem Jahr 1848, als die Basis der heutigen Verfassung des Grundgesetzes, die die Mehrsprachigkeit des Landes anerkannte, erschien.

Heutzutage ist die Schweiz ein mehrsprachiges Land, in dem die verschiedenen Landessprachen durch spezielle Gesetze und Institutionen wie durch den Verein Schweizerdeutsch (http://www.spraach.ch/index.php?id=24 – Zugriff am 04.09.2013) gefördert werden.

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