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Langeweile in kaufmännischen Unterrichtsprozessen

Entstehung und Wirkung emotionalen Erlebens ungenutzter Zeitpotentiale

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Kristina Kögler

Kristina Kögler widmet sich in ihrem Buch dem besonders in der beruflichen Bildung vernachlässigten Phänomen der unterrichtlichen Langeweile. Angesichts der Allgegenwart und Vieldeutigkeit der Emotion stellt sich auch und besonders im kaufmännischen Kernfach Rechnungswesen die Frage nach Entstehungsbedingungen und Wirkungen. Die Autorin integriert Theoriestränge zur Psychologie des Zeiterlebens und der Emotionsentstehung. Mittels Videographie und Experience-Sampling werden Beobachtungs- und Befragungsdaten gekoppelt und mehrebenenanalytisch ausgewertet. Die Ergebnisse gewähren einen Einblick in die prozessuale Dynamik der Entstehungsbedingungen unterrichtlicher Langeweile und ergänzen die pädagogisch-psychologische Befundlage zum Konstrukt.
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2. Zeit und Emotionen als Schlüsselgrößen für schulische Lehr-Lern-Prozesse und ihre Erforschung

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2.  Zeit und Emotionen als Schlüsselgrößen für schulische Lehr-Lern-Prozesse und ihre Erforschung

Aus dem Gedanken heraus, dass es sowohl zeitliche als auch emotionale Facetten des Erlebens sind, die sich in dem Phänomen der Langeweile niederschlagen und zudem einen bedeutenden Einfluss auf das Gelingen von Unterrichtsprozessen haben, ist dieses Kapitel der Auseinandersetzung mit den Größen Zeit und Emotionen und ihrer Relevanz für den schulischen Bildungskontext gewidmet. Es beschäftigt sich zunächst schwerpunktmäßig mit dem Erkenntnisgegenstand Zeit und der ihm immanenten Problematik der Begriffsbestimmung sowie Interdisziplinarität, um dann den Bezug zu schulischen Lehr-Lern-Prozessen herzustellen. Weiterhin werden zentrale, in diesem Zusammenhang relevante Dimensionen des Zeitbegriffs erörtert, um zu verdeutlichen, dass es nicht lediglich Aspekte des subjektiven Zeiterlebens sind, die im Rahmen einer Analyse von Langeweile als individueller Erlebenseinbuße zu berücksichtigen sind. Vielmehr spielt sich das subjektive (Zeit-)Erleben des einzelnen Individuums immer auch vor dem Hintergrund einer sozial konstruierten und institutionell beeinflussten Zeit ab und unterliegt als solches einer zusätzlichen Dynamik, die in Form der zeitlichen Gestaltung des Unterrichts nicht zuletzt auch maßgeblich durch die verantwortlichen Lehrpersonen beeinflusst wird. Nach dieser wichtigen Grundlegung wird der Blick jedoch auf die Psychologie der Zeit verengt und das menschliche Zeitbewusstsein einer Betrachtung unterzogen. Insbesondere spielen dabei verschiedene Systematisierungsversuche psychologischer Zeit eine Rolle und werden neben basalen Mechanismen der individuellen Zeitwahrnehmung im Einzelnen dargestellt. In enger Verbindung mit dem individuellen Gestalten und Erleben von Zeit steht die Frage nach der Bedeutung...

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