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Rechenschwierigkeiten vorbeugen

Kinder mit Lernschwierigkeiten in der Entwicklung ihrer frühen mathematischen Kompetenzen unterstützen

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Christina Ostertag

Es gibt viele Ansätze für das Kindergartenalter, Rechenschwierigkeiten vorzubeugen. Die Autorin untersucht eine Methode, die die Finger als Veranschaulichungsmittel verwendet. Vorschulkinder mit Lern- und Rechenschwierigkeiten wurden im Rahmen einer Einzelfallstudie über einen Zeitraum von mehreren Wochen mit der kym® gefördert. Überprüft wurden die mathematische Entwicklung und spezifische Fähigkeiten wie z. B. der Zahlensinn. Die Förderkinder erzielten nach einer kurzen Intervention deutlich höhere Lernzuwächse in ihrer mathematischen Entwicklung als die Kontrollkinder.
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3 Rechenschwierigkeiten verstehen

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Das Anliegen dieses Kapitels ist es, den aktuellen Forschungsstand zum Thema Rechenschwierigkeiten aufzuzeigen. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie sich Rechenschwierigkeiten darstellen, entwickeln und welche Einfluss- bzw. Entstehungsfaktoren vom momentanen Stand der Forschung diskutiert werden. Dabei wird unterschieden zwischen Annahmen der Entwicklungspsychologie und der neurokognitiven Forschung, die beide einen eigenen Beitrag zum Verständnis von Rechenschwierigkeiten leisten. Anschließend ist der Frage nachzugehen, inwieweit Rechenschwierigkeiten im Rahmen einer Pädagogik bei Lernschwierigkeiten Aufmerksamkeit finden. Da in der Literatur zum Thema Schwierigkeiten beim Mathematiklernen unterschiedliche Begrifflichkeiten verwendet werden, erfolgt zunächst ein Überblick über häufige Begriffe, deren Definition, Diagnosekriterien und die Kritik derselben, bevor die Verwendung des Begriffes Rechenschwierigkeiten begründet wird.

3.1 Problemfeld: Begriffsvielfalt und Diagnosekriterien

In der Literatur werden je nachdem von welchem Blickwinkel man sich dem Phänomen Kinder mit Schwierigkeiten im Bereich Mathematik nähert, unter­schiedliche Begriffe zur Beschreibung dieser Schwierigkeiten benutzt. Im deutschsprachigen Raum wird oft von einer „Rechenschwäche“, „Rechenstörung“, „Dyskalkulie“ (vgl. MOSER OPITZ/FREESEMANN 2012, S. 6) oder von „Rechenschwierigkeiten“ (vgl. z. B. FRITZ/RICKEN 2008, S. 14)19 gesprochen. Häufig werden die Begriffe „Dyskalkulie“ und „Rechenschwäche“ voneinander abgegrenzt (vgl. z. B. KUHN u. a. 2013), während die Begriffe „Dyskalkulie“ und „Rechenstörung“ synonym benutzt werden (vgl. ISE/HASCHKE/SCHULTE-KÖRNE 2013, S. 3). Im englischsprachigen Umfeld trifft man ebenfalls auf verschiedene Begrifflichkeiten, wie beispielsweise „learning disabilities in mathematics“; „mathematical disabilities“, „arithmetic learning disabilities“, oder „developmental dyscalculia (DD)“ (vgl. z. B. SINNER 2011, S. 5). Einige...

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