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Privatisation of Planning Powers and Urban Infrastructure- Privatisierung von Planung und städtischen Infrastrukturen

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Stephan Mitschang

This book grew out of the sixth annual meeting of the Platform of Experts in Planning Law held in Lisbon in October 2012. The book’s chapters illustrate the evolution of this unique comparative land use planning and regulation forum. They allow a broader audience to benefit from the insights gained from the national case studies presented at the Lisbon meeting on the issue of Privatisation of Planning Powers and Urban Infrastructure.
Diese Veröffentlichung entstand aus dem sechsten Expertentreffen für Planungsrecht, das im Oktober 2012 in Lissabon stattfand. Die einzelnen Kapitel illustrieren die nationale Entwicklung im Planungsrecht und stellen einen einmaligen Vergleich des Planungsrechts vor dem Hintergrund der Privatisierungstendenzen im Bereich der Stadtplanung und städtischer Infrastrukturen in den verschiedenen Teilnehmerländern dar.
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4. Niederlande

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Fred Hobma und Erwin Heurkens

4.  Niederlande

4.1  Zunehmende Beteiligung des Privatsektors an der Stadtentwicklung

Die Beteiligung des Privatsektors an der Stadtentwicklungspraxis hat in den Niederlanden in den letzten Jahrzehnten zugenommen. In seiner unlängst veröffentlichten Doktorarbeit mit dem Titel „Vom Privatsektor geführte Stadtentwicklungsprojekte“, legt Dr. Heurkens eine Reihe von Erklärungen vor, die auf eine stärkere Beteiligung des Privatsektors in der bebauten Umwelt hinweisen.1

Erstens: Heurkens beobachtet einen Prozess der zunehmenden Neoliberalisierung und der Übernahme von angelsächsischen Prinzipien in die holländische Gesellschaft. Die Neoliberalisierung begann in den Niederlanden in den achtziger Jahren mit strukturellen staatlichen Sparmaßnahmen und Privatisierungsrunden im Transport- und Energiesektor2. Wenngleich die Niederlande „rheinische“ Wurzeln mit einer Fokussierung auf soziale Absicherung haben, wurden vom Staat zahlreiche neoliberale Grundsätze (Privatisierung, Dezentralisierung, Deregulierung) übernommen und zum Element des Orgnisationsmanagements gemacht. So geben beispielsweise ← 135 | 136 → Brouwer und Moerman,3 Bakker et al.4 und Godijk5 an, dass es eindeutig Einflüsse von angelsächsischen Grundprinzipien gibt, die von öffentlichen und privaten Organisationen in den Niederlanden übernommen wurden. In den letzten dreißig Jahren haben sich diese gesellschaftlichen und organisatorischen Entwicklungen auch auf die Stadtplanung ausgewirkt. Diese hat sich ebenfalls in Richtung einer stärker marktorientierten Entwicklungspraxis bewegt.

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