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Die Kunstvermittlerin Hanna Bekker vom Rath

Die Anfänge des Frankfurter Kunstkabinetts Hanna Bekker vom Rath- 2., überarbeitete Auflage

Ulrike Fuchs

Das Buch behandelt einen Ausschnitt aus dem Leben der Hanna Bekker vom Rath, die eine herausragende Persönlichkeit des kulturellen Nachkriegsdeutschlands und brillante Kunstvermittlerin war und mit ihrem Frankfurter Kunstkabinett und in ihrem legendären blauen Haus in Hofheim am Taunus Geschichte schrieb. Die für ihre Zeit überaus emanzipierte Art, mit der Hanna Bekker vom Rath den Repressalien des nationalsozialistischen Kunstdiktates trotzte und sich für die als entartet gebrandmarkte, expressionistische Kunst auch über den Krieg hinaus einsetzte, brachte die Autorin innerhalb ihrer journalistischen Tätigkeit auf die Spuren dieser couragierten Frau.
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23 Kohlekisten als Künstlerhilfe und Kunst auf Ratenzahlung, Louise Rösler-Kröhnke

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23 Kohlekisten als Künstlerhilfen und Kunst auf Ratenzahlung Louise Rösler-Kröhnke

Von Beginn an waren sich die drei Gesellschafter darüber im Klaren gewesen, dass die ersten Räume in der Kaiserstraße, nun Friedrich-Ebert-Straße, nur eine Übergangslösung für das Frankfurter Kunstkabinett Hanna Bekker vom Rath würden sein können.

Schon bald nach dessen Eröffnung hatte sich vor allem Dr. Rudolf de le Roi, der die Immobilienverhältnisse in Frankfurt am ehesten kannte, auf die Suche nach besser geeigneten Räumen gemacht. Ebenerdig gelegen sollten sie sein, möglichst mit Schaufenster. Denn nach wie vor war das Betreten des Treppenhauses ein Abenteuer, bevorzugt von Schwindelfreien, abschreckend für alle anderen Besucher, ungeeignet für den Transport größerer Bilder. Auch die Fensterhöhlen im Erdgeschoß waren noch immer nicht geschlossen. So konnte der Wind ungehindert seine Kraft über den Treppenstufen entfalten, Feuchtigkeit und Kälte im Gepäck und begleitet vom dröhnenden Geratter einer Maschine des kleinen Unternehmens im Erdgeschoß.

Überall mangelte es an umbautem Raum, gewerbliche Räumlichkeiten fehlten ebenso wie Wohnraum. Da die Mieten, den Grundnahrungsmitteln vergleichbar, zunächst noch von der allgemeinen Freigabe der Preise ausgenommen und gesetzlich festgesetzt wurden, verhielten sich die Vermieter abwartend. Vielleicht ließe sich schon bald, bei einem freien Mietmarkt, ein viel besserer Mietzins erzielen, so hofften sie. 378

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