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Clean Fashion

Water Footprint von Textilien

Angelika Adamcyk

Angelika Adamcyk befasst sich in ihrem Buch mit dem so genannten Water Footprint. Dieser misst die Beeinträchtigung von Wasserressourcen und veranschaulicht die Nutzung bzw. Verschwendung dieses lebensnotwendigen Rohstoffs. Neben dem täglichen Gebrauch werden insbesondere für die Herstellung von Kleidung hohe Mengen der begrenzten Ressource Wasser benötigt. Die Autorin stellt das Konzept des Water Footprints vor und untersucht Methodik sowie Praxistauglichkeit anhand eines fair und ökologisch produzierten T-Shirts. Neben der Berechnung und Bewertung der Nachhaltigkeit werden die wichtigsten Einflussfaktoren sowie die gesellschaftliche Bedeutung diskutiert.
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10. Diskussion

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10. Diskussion

Die Ergebnisse und die Methode der Water Footprint Berechnung werden nun einer kritischen Analyse unterzogen. Daran schließen Vorschläge zur Verringerung des Water Footprints, Konsequenzen und der mögliche Nutzen für die Gesellschaft. Die Idee, Textilien mit einem Water Footprint Label zu kennzeichnen, wird ebenfalls diskutiert.

An dieser Stelle werden die Ergebnisse der Studie und ihre Interpretation behandelt und Resultaten vergleichbarer Studien gegenübergestellt. Um die Relevanz des errechneten Wertes abschätzen zu können, ist es notwendig die Ergebnisse in Beziehung mit der örtlichen Situation der Wasserressourcen zu setzen. Hoekstra et al. (2011,75ff) merkt an, dass bei einer derartigen Analyse zahlreiche Fragen hoher Komplexität aufgeworfen werden, deren Beantwortung nicht immer möglich ist. Das wird auch im folgenden Abschnitt bestätigt. Ein Water Footprint gilt als nachhaltig, wenn er unter dem globalen Durchschnitt liegt, keiner der Produktionsvorgänge an einem lokalen Hotspot stattfindet und keine seiner Komponenten reduziert oder unter zumutbaren Kosten vermieden werden kann.

Die Analyse des Water Footprints ergibt, dass der Ort des Anbaus mit seiner standortspezifischen Wassersituation den größten Einfluss ausübt. Die Kultivierung der Baumwolle verlangt große Mengen Wasser, die abhängig vom Anbaugebiet entscheidend variieren können, was auch die Studie von Chapagain et al. (2006, 187f) bestätigt. Auch das Water Footprint Network (2012) unterstützt diese These. Hier ergibt der Water Footprint für Baumwolle aus China 6 000 l/kg, für die USA 8 100 l/kg, f...

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