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Clean Fashion

Water Footprint von Textilien

Angelika Adamcyk

Angelika Adamcyk befasst sich in ihrem Buch mit dem so genannten Water Footprint. Dieser misst die Beeinträchtigung von Wasserressourcen und veranschaulicht die Nutzung bzw. Verschwendung dieses lebensnotwendigen Rohstoffs. Neben dem täglichen Gebrauch werden insbesondere für die Herstellung von Kleidung hohe Mengen der begrenzten Ressource Wasser benötigt. Die Autorin stellt das Konzept des Water Footprints vor und untersucht Methodik sowie Praxistauglichkeit anhand eines fair und ökologisch produzierten T-Shirts. Neben der Berechnung und Bewertung der Nachhaltigkeit werden die wichtigsten Einflussfaktoren sowie die gesellschaftliche Bedeutung diskutiert.
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5. Messinstrumente für Umweltwirkungen

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5.   Messinstrumente für Umweltwirkungen

Die bisher erlangten Kenntnisse verdeutlichen die unterschiedlichen Einflüsse auf die Umwelt im Rahmen der Textilproduktion. Nach der Kennzeichnung im Handel stellt sich die Frage, mit welchen Messinstrumenten derartige Umwelteinflüsse, speziell auf Wasserressourcen, erfasst werden können. In den letzten Jahren rückte aufgrund der zahlreichen Umweltskandale die Messbarkeit von Umweltwirkungen immer mehr in den Vordergrund. Die unterschiedlichsten Messmethoden und Indikatoren wurden entwickelt, um den menschlichen Einfluss und die daraus resultierenden Auswirkungen auf die Umwelt zu demonstrieren. Die Messung von Umweltwirkungen kann auf unterschiedliche Art und Weise erfolgen. In diesem Kapitel werden derartige Instrumente zur Quantifizierung von Umwelteinflüssen vorgestellt, insbesondere der Water Footprint, welcher den Wasserverbrauch bei der Herstellung von Gütern behandelt.

Zu Beginn wird das Konzept des sogenannten Ecological Footprints vorgestellt, der den Ressourcenverbrauch der Menschen anhand der beanspruchten Flächen darstellt, mit anderen Worten der Fußabdruck einer bestimmten menschlichen Aktivität. Von diesem Konzept abgeleitet ist der Carbon Footprint entstanden, der ein Maß für die ausgestoßenen Treibhausgasemissionen darstellt und die Beeinträchtigung des Klimas thematisiert. Das Konzept des „virtuellen Wassers“ betrachtet erstmals den Wasserverbrauch bei der Herstellung von Gütern und beschäftigt sich vorrangig mit dem dadurch entstehenden „Wasserhandel“. Der Water Footprint ist eine Weiterentwicklung des virtuellen Wassers und wurde durch drei neue Kategorien ergänzt. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Herkunft der Wasserressourcen, die aus Niederschlägen oder Grund- und Oberflächengewässern stammen, sowie auf deren Verschmutzung.

Der...

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