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Skandinavische bildende Kunst von 1950 bis zur Gegenwart

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Edited By Brigitte Hartel and Bernfried Lichtnau

In diesem Buch präsentieren elf Autoren die Geschehnisse auf dem Gebiet der bildenden Kunst in den letzten siebzig Jahren in den skandinavischen Ländern Schweden, Norwegen, Dänemark, Finnland und Island mittels Überblicksdarstellungen und unter verschiedenen Aspekten. Dabei zeigen sich viele Gemeinsamkeiten, aber auch immer wieder Abweichungen der Länder untereinander. Ebenso werden die unumstrittene Verbundenheit und der Austausch mit der Kunst einiger Länder Kontinentaleuropas und den USA erläutert.
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Schwedische Kunst von 1945 bis heute: Inga Lena Ångström Grandien

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Während des Krieges, als Künstler und Kunststudierende nicht mehr ausreisen konnten, wurde Schweden einerseits künstlerisch isoliert. Auf der anderen Seite lockte die Neutralität des Landes viele während der NS-Zeit flüchtende Intellektuelle Europas hierher, unter ihnen auch einige dänische Künstler wie der Surrealist Wilhelm Freddie (1909-1995), der – verfolgt von der Gestapo wegen seiner antinazistischen Gemälde – nach Schweden floh, sowie der abstrakte Surrealist Egon Möller-Nielsen (1915-1959), der in Schweden aufgrund seiner organischen und freien Spielskulpturen Beachtung fand. Auch der Schriftsteller und Regisseur Peter Weiss (1916-1980) kam hierher, nachdem er Berlin 1934 verlassen musste. Nach seinem Studium an der Kunstakademie (KA) in Prag ging er bei Ausbruch des Krieges nach Schweden und zog nach Stockholm, wo er sich in den ersten Jahren das Malen aneignete. Auf seiner ersten Ausstellung 1945 zeigte er Gemälde, durch die ein metaphysischer Realismus durchschien, während seine Collagen in Anlehnung an Max Ernst surrealistisch waren.

1947 wurde der Ungar Endre Nemes (1909-1985), wie Weiss ebenfalls ausgebildet an der KA in Prag, nach Nils Nilsson neuer Direktor der Valand Kunstschule in Göteborg. Er brachte den zentraleuropäischen Surrealismus – der seine Wurzeln in Georgio di Chiricos metaphysischer Malerei hatte – mit, was zur Folge hatte, dass die expressiv koloristische Tradition, die die Malerei in Göteborg viele Jahre lang beeinflusst hatte, nun zurückging. Nemes hatte bereits 1941 seine Malerei in Malmö ausgestellt, was in Skåne den Anstoß zur Bildung zweier Gruppen gab. Zunächst die...

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