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Drachen und Rad

Gesammelte Beiträge zur mährischen Geschichte

Hellmuth Kiowsky

Drachen und Rad, das Wahrzeichen von Brünn, stehen hier stellvertretend für Mährens reiche Geschichte, die in diesem Buch ebenso belehrend wie unterhaltend dem Leser nahe gebracht wird. Die einzelnen Kapitel sind lose angereiht und bilden so eine bunte Palette an Informationen, die nicht nur geschichtlich fundiert ist, sondern auch zum Schmunzeln wie zur Besinnlichkeit anregen will. Angesichts der Tatsache, dass es nur noch wenige Zeitzeugen einer deutschen Vergangenheit in Brünn und Mähren gibt, dient das Buch auch der Erinnerung an lange vergangene Zeiten.
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Vertretung im Unterricht der tschechischen Sprache

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…Wie bekamen als Vertretung in Tschechisch einen Professor aus der Realschule. Er war eine richtige Frohnatur, musikverbunden und wollte uns den Tschechischunterricht musikalisch darbieten. „Svobodovna, sednite si ke klaviru! (Svoboda, setzen Sie sich ans Klavier) sagte er zu mir, nachdem er sich vorher erkundigt hatte, wer gut Klavier spielen könne. Er besorgte für die kommende Stunde selber Noten mit tschechischen Untertiteln und wir begannen zu singen. Die meisten meiner Mitschüler taten sich schwer mit der tschechischen Sprache, denn sie stammten aus rein deutschen Gegenden. Sie verstanden kein Wort, wenn der lustige Professor etwas zu ihnen sagte. Eine Mitschülerin war besonders zaghaft und so sagte Prof. T. zu ihr: „Schindlerova s tím smutním Gsichtem“ (Sch. mit dem traurigen Gesicht).

Mir gefiel dieser Unterricht seht gut, konnte ich doch dabei meine Lieblingsbeschäftigung, nämlich das Klavierspielen, ausgiebig genießen. Als der Frohgeist von uns Abschied nehmen musste, fiel meinen Mitschülern ein Stein vom Herzen, nur die Musiker, die mich begleitet hatten und ich bedauerten seinen Abgang.

Jenny Dania-Svoboda, BH, Jg. 33/8, 1981, S. 128.

Vermutet wird, dass es sich um Professor Treimer gehandelt hat, der an der Staatsrealschule Johannesgasse Englisch unterrichtete. Er war schon ein Original mit besonderer Ausdrucksweise. Er pflegte zu den Schülern zu sagen: „Öffnen Sie das Windauge!“, wenn ein Fenster im Klassenzimmer zu öffnen war.← 377 | 378 →

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