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Drachen und Rad

Gesammelte Beiträge zur mährischen Geschichte

Edited By Hellmuth Kiowsky

Drachen und Rad, das Wahrzeichen von Brünn, stehen hier stellvertretend für Mährens reiche Geschichte, die in diesem Buch ebenso belehrend wie unterhaltend dem Leser nahe gebracht wird. Die einzelnen Kapitel sind lose angereiht und bilden so eine bunte Palette an Informationen, die nicht nur geschichtlich fundiert ist, sondern auch zum Schmunzeln wie zur Besinnlichkeit anregen will. Angesichts der Tatsache, dass es nur noch wenige Zeitzeugen einer deutschen Vergangenheit in Brünn und Mähren gibt, dient das Buch auch der Erinnerung an lange vergangene Zeiten.
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Die Dominikanerkirche zum hl. Erzengel Michael

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Markgraf Przemysl, König Wenzels Sohn, hatte 1230 die Dominikaner nach Brünn berufen und ihnen die Filialkirche von St. Peter eingeräumt, wofür er das genannte Stift entschädigen musste. Die an der Stelle der heutigen Kirche bestandene gotische ging um 1600 ihrem Verfall entgegen. Schon 1628 heißt es: „Kloster und Kirchengebäu gehn ganz ein und die Gewölbe thuen auf einen Hauffen einfallen“. Am 31. Januar desselben Jahres stürzte die Kirche tatsächlich völlig ein.

Der mährische Oberstlandrichter Leo Wilhelm Graf von Kaunitz, dessen Gemahlin eine Leonore von Dietrichstein war, begann 1655 mit dem Bau der neuen Kirche auf seine Kosten. 1679 wurde sie geweiht.

Die Kirche wurde mit teilweiser Benützung der Fundamente der alten Kirche erbaut. Die Kirche ist deswegen von besonderem Interesse, weil ihre Lage gegen die kirchliche Regel verstößt. Sie wurde so aufgestellt, dass der Hochaltar nach Westen und der Haupteingang nach Osten liegt. Außerdem gibt es noch im Norden und Süden einen Seiteneingang.

Über dem Haupteingang, der von dem vorgelagerten Platz über mehrere Stufen erreicht wird, erhebt sich zwischen zwei mit Blech bedeckten Ecktürmen das Frontspitz, in dessen fünf Nischen die steinernen Bildsäulen der Heiligen Dominik, Hyazinth, Thomas, Vinzenz und des Erzengels Michael stehen. Der Ordensgeneral der Dominikaner bewilligte 1650 die Anbringung des Familienwappens der Kaunitzer an der Vorderseite der Kirche.

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