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Bundesdeutsches Wortgut in der österreichischen Pressesprache

Von «Abitur» bis «Zicken-Zoff»

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Inés Pichler

Die Autorin untersucht die Einflüsse der bundesdeutschen Sprache auf die österreichische (Presse-)Sprache. Sie zeigt, welche Funktionen bundesdeutsches Wortgut im österreichischen Deutsch erfüllt und wie aus der produktiven Verwendung bundesdeutscher Elemente neue Ausdrucksmöglichkeiten entstehen. Das Buch stützt sich auf die erste groß angelegte korpuslinguistische Untersuchung zu diesem Thema und ergänzt die Forschung zum Verhältnis österreichisches/bundesdeutsches Deutsch um eine weitere Facette. Damit dient es auch als Grundlage für weitere Studien.
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2 Ziele

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Ich habe mir das Ziel gesetzt, bundesdeutsche Übernahmen in die österreichische Pressesprache auf der Basis einer korpuslinguistischen Untersuchung zu beschreiben.

Der erste Schritt bestand darin, ein geeignetes Korpus zu schaffen. Es gab bisher keine Wort- und Textsammlungen, anhand derer man die unten angeführten Fragestellungen beantworten könnte. Die Grundlage meines Wortmaterials lieferte das 2004 erschienene „Variantenwörterbuch des Deutschen“2. Zunächst galt es, die grundlegendste aller Fragen zu klären: Welche Wörter sind aus österreichischer Sicht Teutonismen? Es gibt Wörter, die in Deutschland und Österreich gelten, z. B. Kfz-Zulassung, nicht jedoch in der Schweiz. Dieses Wort ist aus österreichischer Sicht kein Teutonismus. Weiters musste geklärt werden, welche linguistischen Annotationen bei der späteren Analyse gebraucht werden. Das Wortmaterial wurde mit verschiedensten Angaben zu den einzelnen Lemmata (z. B. Wortart, Bezeichnungsklasse etc.) ergänzt.

Im nächsten Schritt ging es darum, Belege von Teutonismen in der österreichischen Pressesprache zu sammeln, die das Textmaterial für die Analyse darstellen. Dabei sollten die Quellenauswahl ausgewogen sein, der Untersuchungszeitraum angemessen. Dem Textmaterial wurden diverse textstrukturelle Annotationen (z. B. Position des Lemmas im Text, sprachliches Register und inhaltliche Ausrichtung des Textes) hinzugefügt. Somit war die Basis geschaffen, anhand derer verschiedenste Fragen geklärt werden konnten.

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