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Transkulturelles Lernen

Literarisch-pädagogische Ansätze

Nadjib I. Sadikou

Die gegenwärtige verstärkte Migrationsdynamik sowie die damit einhergehende Diversifizierung der Weltgesellschaft statuieren eines: Unsere Lebenswelten sind so vielfältig wie nie zuvor geworden. In dieser Hinsicht werden Begriffe wie Integration, Inklusion oder Wertewandel besonders insistent gefordert. Aufgrund dessen hat der Diskurs über transkulturelles Lernen nicht nur eine wissenschaftliche Relevanz, sondern vordergründig auch eine gesellschaftspolitische. Das Buch analysiert die Inszenierung transkultureller bzw. transreligiöser Zusammenhänge in literarischen Texten und beleuchtet ihr pädagogisches Potential.
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Schluss

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In der vorliegenden Studie habe ich versucht zu zeigen, dass die Dynamik der Migration und die damit einhergehende Diversifizierung der Gesellschaft eines statuiert: unsere Lebenswelten ist so vielfältig wie nie zuvor. Internationalisierung und Globalisierung sind heutzutage gängige Modeworte und durchlaufen fast alle Bereiche unseres Alltagslebens. Aufgrund dieser Tatsachen hat der Diskurs über transkulturelles Lernen nicht nur eine wissenschaftliche Relevanz, sondern auch eine gesellschaftspolitische Tragweite. Wenn heutzutage vermehrt über „Integration“ oder „Inklusion“ heiße Debatten geführt werden, dann ist dies ein unverkennbares Indiz dafür, dass eine individuelle wie kollektive Anerkennung und Wertschätzung „anderer“ Wertetraditionen, Bräuche und Einstellungen eine gesellschaftliche Notwendigkeit darstellt. Notwendigkeit, weil eine solche Wertschätzung des Anderen in kultureller wie religiöser Hinsicht wichtige Kanäle eines friedlichen Zusammenlebens ermöglichen kann. Somit können Hemmungen, Ab- und Ausgrenzungsmechanismen früh identifiziert werden und womöglich einen Riegel vorgeschoben werden. Hierzu leisten literarische Texte wie kaum ein anderes Medium einen unersetzbaren Beitrag, weil oder indem darin transkulturelle Momente subtil und gnadenlos erprobt werden. Transnationale, transreligiöse Elemente und Grenzgänger-Konstrukte werden in literarischen Erzählungen kreativ dargestellt. Identitäre Zugehörigkeiten, die auf dem ersten Blick als nicht verrückbar scheinen mögen, sind – wie oben dargestellt – überraschend vereinbar. All dies soll zeigen, dass der Mensch – oder besser, der moderne Mensch – sich nicht als monokulturell definieren kann. Vielmehr ist seine Lebenssphäre multiperspektivisch zu betrachten. Genau diese multiperspektivische Sichtweise und die Wertschätzung transkultureller Zusammenhänge, womit alle Eindeutigkeiten aufgegeben werden,...

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