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Interkulturelle Motivation im Fremdsprachenunterricht

Eine komparative Studie zu Deutsch als Fremdsprache in Polen und den USA

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Maciej Mackiewicz

Das Buch setzt sich mit der Problematik der interkulturellen Motivation unter den polnischen und US-amerikanischen DaF-Lernenden auseinander. Die interkulturelle Motivation ist ein potentieller Teil des Motivationskomplexes, wobei das Wechselspiel zwischen der Eigenkultur und der Kultur des Zielsprachenlandes grundlegend für diese Motivationsart ist. Der Autor geht der Frage nach, inwieweit kulturspezifische Faktoren und unterschiedliche Bezüge zu der Zielsprachenkultur die Motive zum Erlernen von Deutsch als Fremdsprache beeinflussen und wie sie sich auf die interkulturelle Motivation der Deutschlernenden in unterschiedlichen Ausgangskulturen auswirken. Erkenntnisse der Studie können für die Weiterentwicklung von Lehrprogrammen, Lehrwerken und Lehrmethoden nützlich sein und zur Förderung des interkulturellen Ansatzes in der DaF-Didaktik beitragen.
«Diese Untersuchung besticht sowohl vom theoretischen Ansatz als auch von der empirischen Durchführung her. Sie ist so gediegen wie überzeugend und eröffnet eine Vielzahl weiterführender Forschungsperspektiven. Darüber hinaus lassen sich aus ihren Befunden wichtige Anleitungen zur künftigen Verbesserung des DaF-Unterrichts ableiten.»
Prof. Dr. Ulrich Ammon
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1. Einleitung

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1.  Einleitung

Die These, dass das Fremdsprachenlernen mehr oder weniger explizites (inter)kulturelles Erlebnis involviert, und dass die Einstellung zur Zielsprachenkultur den Lernprozess beeinflussen kann, trifft für den modernen Fremdsprachenunterricht weitgehend zu, für den interkulturellen Ansatz erst recht. Gleichzeitig ist diese Grundannahme auch für die sozialpädagogisch ausgerichtete Motivationsforschung konstitutiv, so Gardner:

Languages are unlike any other subject taught in a classroom in that they involve the acquisition of skills and behaviour patterns which are characteristic of another community. (…) a second language (…) is a salient characteristic of another culture. As a consequence, the relative degree of success will be influenced to some extent by the individual’s attitudes toward the other community or to other communities in general as well as by the beliefs in the community which are relevant to the language learning process. (Gardner, 1985: 146)

Verschiedene Versuche, die Lernmotivation mit stichhaltigen Definitionen oder modellhaften Konzepten zu erfassen, ihre Kritik, Gegenvorschläge, Modifizierung und Weiterentwicklung der Modelle (selbst von ihren Autoren unternommen) belegen die Tatsache, dass nicht nur die Motivation einen „dynamischen Prozess“ darstellt (vgl. Gardner/ MacIntyre 1993: 4; Dörnyei/ Ottó 1998: 64; Düwell 2003: 348), sondern selbst deren Erforschung und Definierung zumindest seit den frühen 1970er Jahren von zunehmender Dynamik gekennzeichnet ist. Robert Gardners Theorie, die das Konzept der „Integrativität“ umfasst, ist dabei der bedeutendste Ausgangs- oder Ansatzpunkt für viele andere Forscher, die mitunter das sozialpädagogische Konstrukt um weitere Komponenten erweitern (vgl. D...

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