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«Wissenschaftliche Transdisziplinarität» – Ein philosophischer und ethisch-kritischer Diskurs

Emergent vernetzt: Neuroscience – Moderne Biologie im 21. Jahrhundert – Künstliche Intelligenz – Robotik – Superintelligenz – Cyber-Age

Harda Distrid Miebach

Die wissenschaftlich-technische rasante Entwicklung hat begonnen, die traditionellen Grenzen zwischen der unbelebten Technik und dem Reich des Lebendigen durchlässiger zu gestalten. Im Kontext z.B. der Künstlichen Intelligenz sind die Erfolge unbestritten. Die Kreation von Intelligenz auf dem Niveau des Menschen und darüber hinausreichend, könnte laut Stuart Russell und Peter Norvig aber das Leben der Menschheit als Ganzes stark verändern, ja sogar die menschliche Autonomie, Freiheit und das Überleben direkt bedrohen. Im Nexus der Frage, ob der homo sapiens auf dem Weg zum künstlichen Leben unterwegs ist, gilt es, einen weiteren Horizont zu öffnen. Es geht primär darum, was wir wissen müssen und wovon wir wissen können, dass es möglich sein wird, um mit Blickrichtung auf die Zukunft richtig zu entscheiden. Dies ist eine erkenntnistheoretische Perspektive, bei der, Wilhelm Vossenkuhl folgend, das Verhältnis zwischen Vergangenheit und Zukunft im Vordergrund steht.
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IV. Künstliche Intelligenz (Algorithmen) → Robotik → Superintelligenz

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IV.  Künstliche Intelligenz, KI (engl. Artificial Intelligence, AI) → Algorithmen → Robotik → Superintelligenz

Im III. Kapitel wurde zuerst die Thematik der Systembiologie und Synthetischen Biologie aufgegriffen, gefolgt von der Technisierung des menschlichen Körpers und Gehirns, um dann in die Debatte über Cyborgs, Cyberspace, Cyberpunk, High-Tech – also Cyber-Age – eintreten zu können. Analog entwickelte sich daraus ein Ethik-Diskurs als moderner Denkansatz im 21. Jahrhundert, jedoch explizit mit Rückgriff auf Immanuel Kant und Wilhelm Vossenkuhl (2006).

In den nachfolgenden Ausführungen setzt sich der Diskurs dieser wissenschaftlichen Abhandlung mit den Expertensystemen der Künstlichen Intelligenz, Robotik und Superintelligenz auseinander.

R. Kurzweil (1993, S. 13–15) hob noch hervor ″wie künstliche und menschliche Intelligenz ineinander greifen und wir es dann häufig mit ′künstlicher Dummheit′ zu tun haben″. Computerprogramme lösen Probleme, deren Lösung beim Menschen Intelligenz voraussetzt, und werden – so betont der Autor – dann künstliche Intelligenz genannt. Ob ich ein Objekt als intelligent bezeichne oder nicht, hängt aber von meiner eigenen Intelligenz ab und Aufgabe der Künstlichen Intelligenz ist es, komplexe Probleme in eine Hierarchie einfacher Probleme zu zerlegen.

Um die thematischen und begrifflichen Statusbetrachtungen zur Künstlichen Intelligenz herausarbeiten zu können, richtet sich vorab das Augenmerk auf die Zusammenfassung der ′Research priorities for robust and beneficial artificial intelligence′ (2015): ″Success in the quest for artificial intelligence has the potential to bring unprecedented benefits, and it is therefore worthwile to research how to maximize these benefits...

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