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Autodidaktisches Lernen in informationstechnischen Berufen mit Elementen der Abstraktionsfähigkeit und Komplexitätsreduktion

Isa-Dorothe Gardiewski

Die Autorin verortet ihr Buch im Praxisfeld der Berufsbildungsforschung, wobei sie schwerpunktmäßig das bisher unbekannte und geheime Arbeitsprozesswissen von Fachkräften in ausgewählten Bereichen des IT-Sektors untersucht. Um die Anforderungen von gleichzeitig stattfindendem Lernen und Arbeiten in der IT-Branche in der Form eines neuen Lernprozesses umzusetzen, liegt ein zweiter Schwerpunkt des Buches auf der Ebene der Entwicklung einer hochadaptiven Lernstrategie. Diese entwickelte Lernstrategie nimmt im Berufsalltag mit einer steten Innovationsangleichung ein sinnhaftes Prioritätensetting vor und entspricht damit einer autodidaktischen Fortbildung des Lernenden, um stets auf dem Wissensstand des informationstechnologischen Fortschritts zu bleiben.
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3 Strategien in der beruflichen Aus- und Weiterbildung

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Hauptelemente des Selbstlernens verweisen auf Strömungen und Paradigmen verschiedener Strategien und Lerntheorien zur beruflich wirkungsvollen Fort- und Weiterbildung.

Die Anforderungen an Lernende und Lehrende in Aus- und Weiterbildungssystemen wachsen, besonders in einer informationstechnologisch durchstrukturierten Gesellschaft wie der unsrigen. Entsprechend der Lernform, der Lernmethode und der Lernsituation muss sich der Lernende mal weniger und mal mehr und immer öfter mehr aktiv, selbstgesteuert und selbstorganisiert am Lernprozess beteiligen.

Der richtige Umgang mit neuen Medien, mit mobilen Kommunikationsgeräten im Bereich des IT-Sektors erfordert ein permanentes und deshalb Selbstgesteuertes Lernen. Durch den beruflichen Einsatz in übergreifenden Sparten findet automatisch eine Entgrenzung des Lernens statt. Erfolgreiches Lernen gelingt nur dann, wenn der Lernende an persönliche Bedürfnisse angepasstes Lernformat, Lernrhythmus und Lernumgebung selbst steuern und organisieren kann.

Die Konturen verschiedener Strategien und Lerntheorien zur beruflich wirkungsvollen Fort- und Weiterbildung werden im vorliegenden Kapitel skizziert und im informationstechnologischen Kontext nachvollzogen.

3.1 Lernen

Im Vorfeld der Darstellung der wichtigsten Lernstrategien zur beruflichen Fort- und Weiterbildung wird der Bestimmung des Lernens nachgegangen und die Bedeutung des Begriffs aufgezeigt. Da die Terminologie des Lernens keine allgemeingültige Definition aufweist, folgt die Begriffsbestimmung aktuellen Auslegungen und Ausführungen. Während Siebert das Lernen als „Erweiterung des Wissens, der Fähigkeiten und Fertigkeiten zur Bewältigung von Lebenssituationen“ (Siebert 2010, S. 191) beschreibt, erklären Jank & Meyer das Lernen als „die Veränderung der Reflexions- und Handlungskompetenz durch die selbst organisierte Verarbeitung äußerer Anregungen...

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