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Autodidaktisches Lernen in informationstechnischen Berufen mit Elementen der Abstraktionsfähigkeit und Komplexitätsreduktion

Isa-Dorothe Gardiewski

Die Autorin verortet ihr Buch im Praxisfeld der Berufsbildungsforschung, wobei sie schwerpunktmäßig das bisher unbekannte und geheime Arbeitsprozesswissen von Fachkräften in ausgewählten Bereichen des IT-Sektors untersucht. Um die Anforderungen von gleichzeitig stattfindendem Lernen und Arbeiten in der IT-Branche in der Form eines neuen Lernprozesses umzusetzen, liegt ein zweiter Schwerpunkt des Buches auf der Ebene der Entwicklung einer hochadaptiven Lernstrategie. Diese entwickelte Lernstrategie nimmt im Berufsalltag mit einer steten Innovationsangleichung ein sinnhaftes Prioritätensetting vor und entspricht damit einer autodidaktischen Fortbildung des Lernenden, um stets auf dem Wissensstand des informationstechnologischen Fortschritts zu bleiben.
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10 Schlussbetrachtung

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Was hat eine Wolke mit Wissen und Weiterbildung zu tun? Wie kann sie darin integriert werden? Relevante Fragen für das vorgelegte Forschungsvorhaben „Autodidaktisches Lernen in informationstechnischen Berufen mit Elementen der Abstraktionsfähigkeit und Komplexitätsreduktion“, denn die Welt ist umgeben von Informationen in einer von schnelllebigen Innovationen geprägten Zeit.

Lernen und Arbeiten wachsen im Zeichen der Zeit immer stärker zusammen. Das bedeutet, dass der Lernprozess zukünftig ausschließlich am Wissensstand der Lerner, an deren Lernerfahrung, Lerntempo und Lernmotivation, aber auch an den individuellen Bedürfnissen der Lerner gemessen wird. Dabei entscheidend ist nicht nur der reine Wissenserwerb, sondern auch das vorhandene Wissen als Erfahrungswissen im Austausch mit Kollegen und Freunden zu erneuern, zu ergänzen und zu vernetzen.

Der Wandel der Arbeit in der Zeit macht sich auf dem Arbeitsmarkt deutlich bemerkbar. Während des Arbeitslebens wird ein Arbeitnehmer nicht bei seinem erlernten Beruf bleiben, sondern zwei bis drei verschiedene Beschäftigungen ausüben. Es gilt, die immer neuen Anforderungen zu meistern. Durch die geringe Halbwertzeit von Faktenwissen und Informationszugängen wird der Mitarbeiter schon fast zu aktiver Lernbeweglichkeit gezwungen. Die Bereitschaft zu Lebenslangem Lernen bezeichnet längst eine neue Schlüsselqualifikation. Das Konzept des Lebenslangen Lernens reagiert auf die gesellschaftlichen Herausforderungen mit der Propagierung des Selbstgesteuerten Lernens. Es ist quasi ein Relaunch des Lernens im Arbeitsprozess und zeichnet die wachsende Lern- und Prozessorientierung während der Arbeitsphase auf (vgl. DEHNBOSTEL 2007, S.15). Die Lernfähigkeit eines Menschen bleibt nur...

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