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Ulrich Holbein

Sein Werk zwischen Avantgarde und Archivierung

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Nikolas Buck

Das Buch befasst sich mit Ulrich Holbeins äußerst facettenreichem Werk, das neben genuin literarischen Texten auch Essays, zahlreiche Feuilletonbeiträge und Hörspiele beinhaltet. Kennzeichnend für das Œuvre ist die Anwendung avantgardistischer Verfahren bei gleichzeitiger kontinuierlicher Auseinandersetzung mit der literarischen und philosophischen Tradition. Der Band schließt an die allmählich einsetzende wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Werk des Autors an. Er versammelt sowohl Einzelanalysen seiner bedeutendsten Texte als auch Beiträge zu übergreifenden Fragestellungen wie etwa der ihm eigenen Form der Autorinszenierung oder seiner Publikationspraxis. Ein Verzeichnis sämtlicher Publikationen sowie eine literarische Collage von Selbstzeugnissen des Autors runden das Buch ab.
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Hippiekultur und alternative Lebensstile im ironisch-emphatischen Blickwinkel im Werk Ulrich Holbeins

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← 166 | 167 → Johannes S. Lorenzen

Motives of the 1970s Hippie-Culture and Counterculture-Lifestyle can be considered a predominant factor in the writings of Ulrich Holbein. Where the political, sexual and popular Aspects of the Counterculture-Movement are set between empathy and mild ironic criticism, the interest of Holbein lies mostly in the roots of the Counterculture, which he sees in the German Anti-Bourgeois and Guru Gusto Gräser as well in Karl Diefenbach, that broke with the social norms in the 1920s.

Neben den Hauptwerken Ulrich Holbeins, wie Samthase und Odradek, Isis entschleiert oder auch der Essay Der illustrierte Homunculus,1 sind es besonders die vielen kleinen Einzelveröffentlichungen oder auch Teile größerer Anthologien und Sammlungen, in denen alternative Lebenskulturen ironisch kritisiert, dem Leser nahe gebracht oder historisch in einen größeren Kulturzusammenhang gebracht werden.

Mit alternativer Lebenskultur ist bei Holbein meist eine bestimmte, aus den medialen und auch soziokulturellen Diskursen der westlichen Kultur präsente Form der Gegenkultur gemeint: die Hippiebewegung. Unter diesem Sammelpunkt gegenkultureller Bewegungen, spiritueller Ideen und naturbegeisterter Aussteiger werden dem gängigen Klischee nach meist junge Menschen subsumiert, die in den 1960er Jahren in Amerika, später auch in Deutschland aufgrund ihrer antibürgerlichen Haltungen, ihrer liberalen Ansichten über Nacktheit und Sexualität und nicht zuletzt auch aufgrund ihrer ebenso liberalen Ansichten über Drogenkonsum und politische Ideologien die Gegenkultur maßgeblich prägten.

Die bereits von den ‚Gammlern‘ und der Beat-Generation gemachten Erfahrungen mit Cannabis wurden durch das vielseitige...

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