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Die soziale Herkunft der dänischen Studenten

Theodor Geiger Gesamtausgabe- Abteilung IV: Soziale Schichtung und Mobilität- Band 4

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Klaus Rodax

«Die vorliegende Untersuchung möchte Genaueres über die Abstammung der akademischen Jugend ermitteln. Die leitenden Fragestellungen waren: 1) Um wieviel lebhafter und bunter stellt sich die Umrekrutierung des Akademikerstandes dar, wenn man die jungen Akademiker nicht, wie üblich, nur auf ihre direkte väterliche, sondern auf ihre indirekte grossväterliche Abstammung hin untersucht? 2) Welche Zwischenglieder (Väter) stehen typischerweise zwischen Grossvätern in den verschiedenen Sozialschichten und deren studierenden Enkelkindern?» (Theodor Geiger)
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II. Die Väter

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Die Darstellung und Erläuterung der Ergebnisse beschränken sich vorläufig auf das erste Abstammungsglied, nämlich die Väter. Die Großväter gleich von Beginn an miteinzubeziehen, würde eine allzu komplizierte und daher unübersichtliche Tabellierung erfordern. Entsprechend der vorher beschriebenen Klassifikation sind sämtliche Studenten der Lehranstalten und fachlichen Richtungen in den Tabellen I, II und III des Anhangs nach dem sozialen Status ihrer Väter eingeteilt. Dieser Status ist durch vier Dimensionen bestimmt, nämlich durch den Erwerbszweig, in dem der Vater beschäftigt war oder ist (Tabelle I), durch die Stellung des Vaters im Beruf sowie die typischen Einkommensverhältnisse dieser Stellung (Tabelle II) und endlich durch die Ausbildung des Vaters (Tabelle III).

Bereits die Tabelle I erlaubt eine Reihe ganz interessanter Beobachtungen. Selbst wenn diese zum Teil keineswegs überraschend sind, so sind sie doch willkommene Bestätigung dessen, was man erwarten konnte, und präzisieren bestehende vorläufige Vermutungen zahlenmäßig.

Die verschwindend kleinen Zahlen in der vorletzten Rubrik – Erwerbszweig des Vaters nicht angegeben – erhöhen den Wert der im übrigen vorgefundenen Zahlenverhältnisse erheblich. Das gleiche Symptom einer vollauf befriedigenden Beantwortung wiederholt sich in den Tabellen II und III.

Wir beginnen mit einigen mehr allgemeinen Merkmalen des Zahlenbildes. Das erste, was auffällt, sind die großen Zahlen in der Rubrik öffentlicher ← 83 | 84 → Dienst und freie Berufe. Sie unterstreichen nur, daß Kinder von Beamten und Akademikern unter den Studenten überwiegen. Das gleiche hatten alle...

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