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Die Lautgeschichte des mittelalterlichen Slavischen in Griechenland

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Elisabeth Skach

Das vorliegende Buch befasst sich mit Entlehnungen aus dem mittelalterlichen Slavischen ins Griechische und betrachtet sie aus dem Blickwinkel des heutigen Kenntnisstandes. Hauptanliegen der Autorin ist es, das entlehnte Wortgut innerhalb der Lautgeschichte des Slavischen relativ-chronologisch zu positionieren, nach einheitlichen Kriterien zu beschreiben und etwaige Besonderheiten der Entwicklung des Slavischen in Griechenland festzustellen. Der Index aller untersuchten griechischen Entlehnungen sowie der diesen zugrunde liegenden urslavischen bzw. gemeinslavischen Wörter ermöglicht auch die Verwendung des Buches als Nachschlagewerk.
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1. Einleitung

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Thema dieser Arbeit ist jene mittelalterliche slavische Sprache, die zwischen dem 6. und dem 15. Jahrhundert von Slaven in Griechenland gesprochen wurde und „petrifiziert“ in geographischen Namen auf griechischem Boden sowie in Lehnwörtern im Griechischen zutage tritt. Im Vordergrund stehen sowohl der Entwicklungszustand dieser Sprache als auch die lautlichen Innovationen, die in der in Frage kommenden Zeit stattgefunden haben. Wichtig ist dabei die Frage, ob in Verlauf und Chronologie der slavischen Lautentwicklung in Griechenland Besonderheiten oder Abweichungen gegenüber den anderen Gebieten des ehemaligen slavischen Dialektkontinuums zu beobachten sind. In manchen Fällen wird die bisherige etymologische Deutung, die relativ-chronologische Einordnung oder die Rekonstruktion der Lautung einer Entlehnung einer Revision unterzogen. Besondere Berücksichtigung findet in dieser Untersuchung auch das Problem, welchen Phonembestand die griechischen Dialekte der in Frage kommenden Zeit aufwiesen und welche griechischen Grapheme zur schriftlichen Fixierung bestimmter Phoneme zur Verfügung standen. Denn nur nach hinlänglicher Klärung dieser Fragen können aus der griechischen Schreibung der aus dem Slavischen stammenden Toponyme und Appellative richtige Schlüsse auf ihre Lautung gezogen werden. Manche slavische Namen sind über Vermittlung anderer Sprachen (Albanisch, Aromunisch) ins Griechische gelangt, sodass bei ihrer Analyse auch die Besonderheiten dieser Sprachen zu berücksichtigen sind.

Orts-, Flur-, Berg- und Gewässernamen slavischer Herkunft gibt es auf griechischem Boden in großer Zahl. Nicht alle gehen auf direkte slavische Namengebung zurück. Viele Namen mit slavischer Etymologie wurden wahrscheinlich von Griechen aus bereits ins Griechische aufgenommenen slavischen Appellativen gebildet....

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