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Die Rolle des L2-Inputs in bilingualen Kindergärten

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Martina Weitz

Wie kann Inputqualität in bilingualen Kindergärten erfasst werden? Welchen Einfluss hat die Qualität des Inputs in der Fremdsprache auf den frühen Zweitsprachenerwerb? Diesen Fragen geht die Autorin in ihrem Buch nach und entwickelt einen systematischen Beobachtungsbogen, der es ermöglichen soll, die Inputqualität von fremdsprachigen Fachkräften in bilingualen Kindergärten zu ermitteln. Weiterhin werden Aspekte identifiziert, die sich auf struktureller Ebene auf die Qualität und Quantität des L2-Inputs auswirken können. Um zu überprüfen, welchen Einfluss die Beschaffenheit des sprachlichen Umfeldes auf die L2-Entwicklung der Kinder hat, wird die rezeptive grammatische und lexikalische L2-Entwicklung von über 150 Kindern ausgewertet und mit den Inputdaten in Beziehung gesetzt.
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VI Diskussion

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In diesem Kapitel werden die grundlegenden Erkenntnisse, die anhand der Darstellungen in Kapitel IV und Berechnungen in Kapitel V gewonnen werden konnten, zusammengefasst. Es wird zudem diskutiert, welche Schwierigkeiten sich in Bezug auf die Erfassung und die Verteilung der Daten sowie ihre Aussagekraft ergeben. Weiterhin werden Möglichkeiten erörtert, die Vorgehensweise beider Studien zu optimieren und auf bestehende Probleme zu reagieren, sowie weitere Forschungsfragen formuliert und diskutiert, die u.a. anhand des vorliegenden Datensatzes weiter untersucht werden können.

Das grundlegende Interesse der vorliegenden Studien war es, verbales und nonverbales Verhalten von L2-Kräften in bilingualen Kindergärten zu beobachten, Techniken zu identifizieren, die von L2-Kräften eingesetzt werden, um das Verständnis auf Seiten der Kinder zu unterstützen und zu fördern sowie in Anlehnung an Erkenntnisse aus der Erst- und Zweitsprachenerwerbsforschung Kategorien zusammenzustellen, die eine systematische Beobachtung und Beschreibung potentiell einflussreicher Merkmale ermöglichen. Obwohl die Kategorien, die im IQOS zusammengefasst sind, theoretisch motiviert sind, war es zentral, die Studie in einem natürlichen Kontext (d.h. ohne Intervention von außen) durchzuführen. Anders als in Studien, in denen Hypothesen anhand von Prä- und Posttestdesigns und Interventionen überprüft werden, mussten intakte Kindergartengruppen genutzt werden, um sinnvolle Merkmale zu identifizieren, die den Spracherwerb zu unterstützen scheinen. Diese mussten in einem weiteren Schritt in operationalisierte und beobachtbare Kategorien gefasst werden.

Diese Herangehensweise war primär dem Interesse geschuldet zu untersuchen, welche Arten von sprachlichen Modifikationen von L2-Kräften in bilingualen Kitas tats...

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