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Corporate Governance und Unternehmenserfolg

Theoretischer Ansatz zur Erklärung des Zusammenhangs auf der Grundlage von Effizienzkriterien

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Anja Pissarczyk

Die Etablierung einer guten Corporate Governance dient der Einrichtung und ständigen Verbesserung der Unternehmensstrukturen und -prozesse, die eine effiziente Verfolgung der strategischen Ziele der Gesellschaft sicherstellen sollen. Als Konsequenz ist letztlich eine Steigerung des monetären Erfolgs zu erwarten. Zahlreiche Forscher haben sich der Frage nach dem Zusammenhang zwischen Corporate Governance und dem Unternehmenserfolg angenommen – mit sehr unterschiedlichen, teils widersprüchlichen empirischen Ergebnissen. Diese Studie bricht mit dem gängigen Untersuchungsansatz und versucht, den Zusammenhang zwischen Corporate Governance und dem Unternehmenserfolg mit Hilfe der Einführung von Subzielen zu erklären.
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5 Zusammenfassung und Ausblick

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Die Auswertung einer Vielzahl von unterschiedlichen empirischen Studien zum Zusammenhang zwischen Corporate Governance und dem Unternehmenserfolg zeigt kein einheitliches Bild über Wirkungsweise und -richtung. Auch die mit der Zeit zunehmend komplexer werdenden Modelle vermögen daran nichts zu ändern. Während frühe Untersuchungen ausschließlich den Zusammenhang zwischen einem Corporate Governance-Mechanismus und der Unternehmensperformance analysieren, steht heute überwiegend die Auswirkung einer aggregierten Kennzahl, die eine ganzheitliche Governanceperspektive abbildet, auf den Erfolg im Fokus. Es existieren allerdings jeweils meist ebenso viele Forschungsbeiträge, die keine oder eine negative Beziehung zwischen den Untersuchungsgrößen nachweisen, wie Studien, welche die vermutete positive Wirkung der Corporate Governance auf den Erfolg bestätigen.

Die kritische Auseinandersetzung mit den empirischen Studien deckt unter anderem erhebliche Unterschiede in den Messkonzepten für Corporate Governance und den Unternehmenserfolg auf. Die Corporate Governance wird bei der ganzheitlichen Betrachtung durch Befolgungsquoten nationaler Kodizes sowie durch kommerzielle oder wissenschaftliche Ratings erfasst. Die zugrundeliegenden Kriterien können dabei erheblich voneinander abweichen. Die wissenschaftlichen Ratings fallen durch ihre naive Konstruktion auf, da die additive Verknüpfung der angewandten Corporate Governance-Bestimmungen beispielsweise die Wechselwirkungen zwischen einzelnen Regelungen und die Wahl einer der spezifischen Unternehmenssituation angepassten Corporate Governance-Struktur unberücksichtigt lässt. Ein genereller Vorteil gegenüber der Verwendung von Befolgungsquoten lässt sich somit nicht konstatieren. Ob die kommerziellen Ratings die Governancequalität jedoch trotz der Berechnung mit komplexen Algorithmen besser abbilden können, darf bezweifelt werden. Die mangelnde Übereinstimmung der Bewertung beim Vergleich der Ratings verschiedener Anbieter macht...

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