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Jugendsprache in Schule, Medien und Alltag

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Edited By Carmen Spiegel and Daniel Gysin

Sprechen Jugendliche in der Schule Jugendsprache und wie gehen die Lehrenden damit um? Ist Jugendsprache ein Thema im Unterricht und wie sprechen die Jugendlichen in anderen Ländern? Wie nutzen Jugendliche Online-Netzwerke erfolgreich? Mit diesen und weiteren Fragen haben sich die Autor/-inn/-en des Bandes beschäftigt. Sie bieten einen Überblick über die Jugendsprachforschung in den Bereichen Sprach- und Schreib(stil)verwendung in der Schule, in den neuen Medien und in anderen Sprachen. Neben Überlegungen zum Einsatz von Jugendsprache im (Fremdsprachen-)Unterricht liefern die Beiträge Einblicke in das Sprachbewusstsein Jugendlicher, den Jugendsprachgebrauch in Österreich, Brabant u.a. sowie sprachübergreifende Gemeinsamkeiten von Jugendsprache.
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Schule als sprachlicher und sozialer Erfahrungsraum für Jugendliche: Perspektiven der linguistischen Jugendsprachforschung

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Research in youth language often focuses on communication in leisure contexts. The paper argues that school is an important area for young people to develop and to balance personal and social identity and is a ressource to test new experiences in communication. Several examples of our research at Wuppertal university demonstrate that school serves as a thematic and functional ressource for pupils in leisure contexts as well as in breaks during the lessons. Pupils initiate side sequences even during their lessons for reasons of social positioning and face work by ingroup-communication and by adressing to their teachers with result of distraction from the main discourse oft the lession. Finally it is argued that also teachers have to be competent in balancing between needs for achievement in school and needs for respect to pupils.

1.  Jugend(sprache) und Schule: Ein Spannungsfeld in medialen, literarischen und historischen Bearbeitungsformen

Die Verbindung von ‚Jugendsprache und Schule‘, von jugendsprachlichen Erscheinungsweisen mit Vorstellungen von Bildung und Erziehung lässt sich bis in die Sprachgeschichte zurückverfolgen und hat auch Niederschlag in der kurzen Geschichte der Jugendsprachforschung gefunden. Die intensiven Diskussionen der medialen Öffentlichkeit von Vertretern aus Elternhäusern, Lehrerverbänden, Bildungs- und Wirtschaftsinstitutionen konzentrieren sich dabei oft auf Phänomene von Sprachdefiziten und Sprachverfall, die einerseits den Jugendlichen unterstellt werden und auf die Notwendigkeit von Sprachpflege und Sprachförderung, die andererseits von der Schule gefordert werden.

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