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Lernsoftware im Unterricht

Eine Studie zum Einsatz einer CD-ROM zur Stadt im späten Mittelalter in Klassenstufe 7

Thomas Diester

Angesichts der weiten Verbreitung und Nutzung digitaler Medien untersucht die Studie den Einsatz einer CD-ROM in arbeitsteiliger Gruppenarbeit im Geschichtsunterricht. Es handelt sich um eine deskriptive, kausalgenetische und mehrperspektivische Querschnittsuntersuchung, die geschichtsdidaktisch der Wirkungsforschung zuzurechnen ist. Erhebungsinstrumente sind eine Leistungsüberprüfung und ein Fragebogen für die Lernenden sowie ein halbstandardisiertes Interview mit den Lehrenden. Die Beurteilung der Lernsoftware erfolgt auf Basis eines eigens entwickelten Kriterienkatalogs. Die Studie zeigt, dass die Software insbesondere von den Lernenden angenommen wird, der Erfolg der Arbeit damit aber wesentlich von der Gestaltung der Lernumgebung abhängt. Der Leser erhält, ausgehend von den Ergebnissen der Befragungen, Vorschläge für unterschiedliche Lernarrangements mit der CD-ROM.
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2. Kinderwelten - Medienwelten

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2.1 Vorbemerkungen

Heutige Kindheiten sind Medienkindheiten – diese Aussage ist immer wieder zu hören, vor allem im Zusammenhang mit Verhaltensauffälligkeiten von Kindern und Jugendlichen, die dann oft vorschnell auf deren Medienkonsum zurückgeführt werden. Die Wirklichkeit sieht jedoch differenzierter aus. Daher werde ich in diesem Kapitel Kinder bzw. Jugendliche und Medien beleuchten und der Frage nachgehen, inwiefern tatsächlich von Medienkindheiten gesprochen werden kann. Ich werde dabei nicht nur auf die Verfügbarkeit technischer Geräte eingehen, sondern auch auf deren Funktion und Nutzung im Leben von Kindern und Jugendlichen. Hilfreich sind dabei besonders die neueste Shell-Jugendstudie und die aktuelle JIM-Studie, auf deren Erhebungen ich mich wesentlich stütze.

Die Mediennutzung beginnt im Vorschulalter, es dominiert das – meist unorganisierte – Spielen. Medien haben hier hauptsächlich Funktionen beim Schlafengehen, etwa das Anschauen von Bilderbüchern oder das Hören/Erzählenlassen von Geschichten (Waterstradt 2007, S. 28). Daneben wird der Fernseher als Medium genutzt (ebda.). Mit Beginn der Schullaufbahn nimmt die mediale Ausstattung der Kinderzimmer und die Beschäftigung der Kinder mit elektronischen Medienangeboten zu (Waterstradt 2007, S. 29f.). Deren Intensität hängt wesentlich von den Eltern ab. Im Folgenden gehe ich – differenziert nach Jungen und Mädchen – auf die Bedeutung der Technik und technischer Medien für Jugendliche ein, beleuchte danach einzelne Medien – Fernsehen, Handy, Computerspiele/Internet –, ehe ich abschließend Folgerungen aus diesen Befunden – auch für die Schule – darstelle.

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