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Lernsoftware im Unterricht

Eine Studie zum Einsatz einer CD-ROM zur Stadt im späten Mittelalter in Klassenstufe 7

Thomas Diester

Angesichts der weiten Verbreitung und Nutzung digitaler Medien untersucht die Studie den Einsatz einer CD-ROM in arbeitsteiliger Gruppenarbeit im Geschichtsunterricht. Es handelt sich um eine deskriptive, kausalgenetische und mehrperspektivische Querschnittsuntersuchung, die geschichtsdidaktisch der Wirkungsforschung zuzurechnen ist. Erhebungsinstrumente sind eine Leistungsüberprüfung und ein Fragebogen für die Lernenden sowie ein halbstandardisiertes Interview mit den Lehrenden. Die Beurteilung der Lernsoftware erfolgt auf Basis eines eigens entwickelten Kriterienkatalogs. Die Studie zeigt, dass die Software insbesondere von den Lernenden angenommen wird, der Erfolg der Arbeit damit aber wesentlich von der Gestaltung der Lernumgebung abhängt. Der Leser erhält, ausgehend von den Ergebnissen der Befragungen, Vorschläge für unterschiedliche Lernarrangements mit der CD-ROM.
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4. Medienpädagogische Aspekte

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4.1 Begriffsklärungen

Eine konsensfähige Begrifflichkeit im Bereich der Medienpädagogik fehlt, da Definitionen einer Zwecksetzung unterliegen, diese aber und die ihr zugrunde liegenden theoretischen Begründungszusammenhänge differieren können (Kron, 2004, S. 226).14 Meist sind mit dem Begriff Medien diejenigen Medien in Lehr-Lernprozessen gemeint, unabhängig von deren Funktion darin. Ein so gebrauchter Medienbegriff umfasst die Technik (Gerät), den Inhalt, die Interaktion und die Reflexion (Kron 2004, S. 230). Funktionen der Medien im Unterricht sind Motivation, Veranschaulichung, Optimierung, Differenzierung, Individualisierung von Lernvorgängen. Der Umgang mit Medien ist der Gebrauch, der Umgang in den Medien die Inszenierung. Beides sind Grunddimensionen von Medienrealisation, die in Unterrichtsvorgängen häufig erst hergestellt oder erzeugt werden müssen (Kron, 2004, S. 231f.).15

Bezug nehmend auf Harry Pross (1972) unterscheidet Waterstradt Primär-, Sekundär- und Tertiärmedien. Primärmedien sind Gestik, Mimik und Sprache als Form direkter Kommunikation. Sekundärmedien werden mit technischen Mitteln hergestellt und brauchen zur Nutzung keine Hilfsmittel. Dazu gehören z.B. Bücher, Fotos, Tafelbilder u.a.m. Tertiärmedien können nur unter Zuhilfenahme technischer Mittel hergestellt und genutzt werden. Hierzu zählen Telefon, Film, Fernsehen und Multimedia (Waterstradt 2007, S. 5; vgl. Wermke 2005, S. 398, Barsch, A./Erlinger, H.D. 2002, S. 10). Ich stelle einige Definitionen unter unterschiedlichen Perspektiven vor.

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