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Lernsoftware im Unterricht

Eine Studie zum Einsatz einer CD-ROM zur Stadt im späten Mittelalter in Klassenstufe 7

Thomas Diester

Angesichts der weiten Verbreitung und Nutzung digitaler Medien untersucht die Studie den Einsatz einer CD-ROM in arbeitsteiliger Gruppenarbeit im Geschichtsunterricht. Es handelt sich um eine deskriptive, kausalgenetische und mehrperspektivische Querschnittsuntersuchung, die geschichtsdidaktisch der Wirkungsforschung zuzurechnen ist. Erhebungsinstrumente sind eine Leistungsüberprüfung und ein Fragebogen für die Lernenden sowie ein halbstandardisiertes Interview mit den Lehrenden. Die Beurteilung der Lernsoftware erfolgt auf Basis eines eigens entwickelten Kriterienkatalogs. Die Studie zeigt, dass die Software insbesondere von den Lernenden angenommen wird, der Erfolg der Arbeit damit aber wesentlich von der Gestaltung der Lernumgebung abhängt. Der Leser erhält, ausgehend von den Ergebnissen der Befragungen, Vorschläge für unterschiedliche Lernarrangements mit der CD-ROM.
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8. Methodisches Vorgehen

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In diesem Kapitel beschreibe ich die Anlage meines Forschungsvorhabens; ich gebe einen Überblick über relevante Ansätze für meine Studie, die ich jeweils begründet darin einordne. Ebenso stelle ich methodische Ansätze vor, aus denen ich die für mein Vorhaben geeignetsten auswähle, ehe ich Detailfragen zur Erhebung und Auswertung der Daten anschließe. Die Darstellung des daraus entwickelten Designs schließt das Kapitel ab.

8.1 Grundkonzepte wissenschaftlicher Forschung

König/Bentler unterscheiden zwei grundlegende Konzepte wissenschaftlicher Forschung. Das Landkartenmodell geht davon aus, es gebe neue Themen zu erforschen wie seinerzeit bei den großen Entdeckungsfahrten der Frühen Neuzeit. Grundlage ist das Paradigma des Empirismus, der von der Existenz und genauen Erforschbarkeit der „Wirklichkeit an sich“ ausgeht (König/Bentler 2003, S. 88). Dies wird von Vertretern des Symbolischen Interaktionismus und des Konstruktivismus in Frage gestellt. Sie befürworten das Beobachtermodell, in dem die Rolle des Forschers/der Forscherin nicht unberücksichtigt bleiben darf, denn „wissenschaftliche Erkenntnisse [geben] grundsätzlich immer nur ein Bild der Wirklichkeit aus einer bestimmten Perspektive [wieder]“ (König/Bentler 2003, S. 90). Dazu gehören Forschungen in den Erziehungs- und Verhaltenswissenschaften, so auch meine Studie.

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