Show Less
Restricted access

Lernsoftware im Unterricht

Eine Studie zum Einsatz einer CD-ROM zur Stadt im späten Mittelalter in Klassenstufe 7

Thomas Diester

Angesichts der weiten Verbreitung und Nutzung digitaler Medien untersucht die Studie den Einsatz einer CD-ROM in arbeitsteiliger Gruppenarbeit im Geschichtsunterricht. Es handelt sich um eine deskriptive, kausalgenetische und mehrperspektivische Querschnittsuntersuchung, die geschichtsdidaktisch der Wirkungsforschung zuzurechnen ist. Erhebungsinstrumente sind eine Leistungsüberprüfung und ein Fragebogen für die Lernenden sowie ein halbstandardisiertes Interview mit den Lehrenden. Die Beurteilung der Lernsoftware erfolgt auf Basis eines eigens entwickelten Kriterienkatalogs. Die Studie zeigt, dass die Software insbesondere von den Lernenden angenommen wird, der Erfolg der Arbeit damit aber wesentlich von der Gestaltung der Lernumgebung abhängt. Der Leser erhält, ausgehend von den Ergebnissen der Befragungen, Vorschläge für unterschiedliche Lernarrangements mit der CD-ROM.
Show Summary Details
Restricted access

9. Darstellung der Ergebnisse der Studie

Extract



9.1 Wissensüberprüfung der Lernenden

Abb. 22 zeigt die Grundauswertung der Ergebnisse der sieben Gruppen, wobei die Gruppen eins bis fünf zuvor mit der CD-ROM und die Gruppen sechs und sieben konventionell gearbeitet hatten. Erkennbar ist ein insgesamt mageres, wenig überzeugendes Ergebnis. Die CD-Gruppen haben insgesamt schwächer abgeschnitten als die Kontrollgruppen; dies deutet darauf hin, dass Lernsoftware nicht automatisch zu besseren Wissensaneignungen führt. Dennoch stellt die CD-Gruppe 1 die besten Einzelergebnisse, in der aber auch das zweitschlechteste Ergebnis liegt. Diese Gruppe ist wie Gruppe 3 sehr heterogen in der Ergebnisverteilung. Besonders schwach sind die Gruppen 4 und 5, wobei in Gruppe 4 alle Lernenden weniger als 50% der Rohpunkte erreicht haben; diese Gruppe ist im negativen Sinn homogen. Homogen sind auch die Gruppe 2 und die Kontrollgruppen.

Abb. 23 zeigt rot markiert den Intervallbereich Q75–Q25 der Rohpunkte für jede Gruppe, die im roten Feld markierte Linie ist der Median, die Linien oberhalb und unterhalb der roten Fläche begrenzen die 25%igen Abweichungen nach oben und unten im Normalbereich. Die mit Nummern markierten Kreise stellen Fälle außerhalb des Gesamtintervalls dar. Ich fasse nun die zentralen Ergebnisse zusammen.

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.