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Lernsoftware im Unterricht

Eine Studie zum Einsatz einer CD-ROM zur Stadt im späten Mittelalter in Klassenstufe 7

Thomas Diester

Angesichts der weiten Verbreitung und Nutzung digitaler Medien untersucht die Studie den Einsatz einer CD-ROM in arbeitsteiliger Gruppenarbeit im Geschichtsunterricht. Es handelt sich um eine deskriptive, kausalgenetische und mehrperspektivische Querschnittsuntersuchung, die geschichtsdidaktisch der Wirkungsforschung zuzurechnen ist. Erhebungsinstrumente sind eine Leistungsüberprüfung und ein Fragebogen für die Lernenden sowie ein halbstandardisiertes Interview mit den Lehrenden. Die Beurteilung der Lernsoftware erfolgt auf Basis eines eigens entwickelten Kriterienkatalogs. Die Studie zeigt, dass die Software insbesondere von den Lernenden angenommen wird, der Erfolg der Arbeit damit aber wesentlich von der Gestaltung der Lernumgebung abhängt. Der Leser erhält, ausgehend von den Ergebnissen der Befragungen, Vorschläge für unterschiedliche Lernarrangements mit der CD-ROM.
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11. Reflexion der Methoden

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Für meine Studie habe ich verschiedene Methoden genutzt, die ich einer kritischen Reflexion unterziehe.

Bewährt hat sich die Entwicklung eines eigenen Kriterienkatalogs zur Beurteilung von Lernsoftware, da die vorhandenen lediglich Produktbewertungen erlauben, nicht aber die von Lernarrangements. Der MEDA-Katalog bot dafür eine gute Grundlage, aus der ich für die Schule relevante Merkmale herausfiltern und daraus einen Katalog erstellen konnte, der meiner Ansicht nach zur Beurteilung von Lernsoftware für den schulischen Einsatz geeignet ist.

Die Wissensüberprüfung auf Reproduktions- und Reorganisationsniveau entwickelt und schreiben lassen. Die Fragen dazu habe ich zuvor in eigenen Klassen der Jahrgangsstufe 7 auf Verständlichkeit getestet, indem ich mir diese von Schülern vorwiegend aus dem mittleren bis unteren Leistungsniveau mit eigenen Worten habe erklären lassen. Probleme in der Formulierung konnten so im Vorfeld behoben werden. Dies hat sich als ebenso hilfreich erwiesen wie der Verzicht auf eigene Beurteilungen zum Thema, denn einerseits umfasste der Test sechs Themenbereiche, andererseits sind die Schüler im Anfangsunterricht eher weniger dazu in der Lage. Auch der Vergleich mit anderen mittelalterlichen Lebensformen, etwa dem Leben auf dem Land, einer Burg oder im Kloster, war nicht sinnvoll, da nicht alle Gruppen diese Themen schon behandelt hatten, die Lernvoraussetzungen also nicht überall gegeben waren. Auch ohne das dritte Anforderungsniveau hat die Wissensüberprüfung gezeigt, was die Kinder an inhaltlichen Grundlagen aus dem Arrangement mitgenommen hatten. Auf dieser dünnen Basis wäre jede historische Beurteilung fragwürdig gewesen....

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