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Energietransformation, dezentrale Erzeugungsprobleme und Finanzierung der Solarindustrie

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Paschen von Flotow, Dirk Schiereck and Julian Trillig

Die Solarindustrie erlebte insbesondere in Deutschland einen unvergleichbar rasanten und medienträchtigen Aufstieg. Jedoch wurde dieser Aufschwung von einer ebenso beeindruckenden Konsolidierungsphase abgelöst und führte vor allem im Jahr 2013 zu zahlreichen Insolvenzen und zum Abbau jedes dritten Arbeitsplatzes. Vor diesem wechselhaften Hintergrund werden in diesem Band der Reihe Finanzmärkte und Klimawandel eine ganze Reihe ökonomischer, insbesondere finanzwirtschaftlicher Aspekte der Solarindustrie und komplementärer Technologien beleuchtet. Die Einsichten aus diesen Analysen helfen, das Grundverständnis für diesen für die angestrebte Energiewende so wichtigen Bereich der deutschen Industrie nachhaltig zu vertiefen.
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Die Novellierung des EEG und Werteffekte in der Solarindustrie

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Julian Trillig ← 101 | 102 →

 

Die Solarbranche in Deutschland zählt zu den führenden auf dem Weltmarkt. Neben den Unternehmen, die Wafer, Zellen oder ganze Module herstellen, sind deutsche Maschinenbauer für weltweit führende Produktionstechnik zur Herstellung von Solarkomponenten verantwortlich. Diese herausragende Marktposition lässt sich maßgeblich auf die besonderen Rahmenbedingungen zurückführen, die durch europäische und nationale Politik für die Solarbranche bereitgestellt werden. Mit der Einführung des Stromeinspeisegesetzes 1991 und des anschließenden Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG)1 2000 sind Anreize geschaffen worden, die neben ökologischen vor allem wirtschaftliche Motivation für eine Entwicklung dieses Sektors erzeugt haben. Die staatlich zugesicherten Vergütungen für solar2 erzeugten Strom führen zu einem wirtschaftlich interessanten Geschäftsmodell. Denn bis heute ist es nahezu keinem Unternehmen in der Solarbranche möglich, ohne die Vorteile aus dem EEG Gewinne zu erwirtschaften. Diese Entwicklung gibt Anlass dazu, den Einfluss der politischen und regulatorischen Maßnahmen auf die Unternehmen der Solarbranche zu analysieren. Die Bildung dieser Rahmenbedingungen kann als Summe regulatorischer Ereignisse interpretiert werden.

Dabei ist von besonderem Interesse, wie sich die politischen Maßnahmen auf die Aktienrendite und das systematische Eigenkapitalrisiko der Unternehmen auswirken. Zur Messung des systematischen Eigenkapitalrisikos wird die Volatilität der Kursrenditen verwendet. Diese Größen und insbesondere das Verhältnis dieser beiden sind ausschlaggebend, wenn Investoren ihre Investitionsentscheidungen treffen. Es wird erwartet, dass die fördernden politischen Rahmenbedingungen zu einem verringerten Risiko/Rendite-Verhältnis führen und somit...

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