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Reformmodelle in der Berufsorientierung

Das Beispiel der Patenschaft

Lothar Beinke

Die Berufsorientierung als Aufgabe für die Schule hat sich durchgesetzt. Trotz der sich häufenden Modelle bleiben die Erwartungen, die Ausbildungsabbrüche durch die verstärkten Aktivitäten zu reduzieren, unerfüllt. Zwar stehen neben neuen und erweiterten Diagnoseverfahren die Betriebspraktika noch immer als Erfolgsfaktoren im Mittelpunkt, um Berufsentscheidungen zu individualisieren. Doch als Informationssucher stehen die Jugendlichen in den Betrieben oft vor für sie schwer zu verarbeitenden Eindrücken, die die hochindustrialisierte Welt der modernen Produktionsstätten darstellen. Hier bietet das Modell der Patenschaften die entscheidende Hilfe zur Reduktion der Komplexität: Die Schüler werden von Auszubildenden im zweiten Ausbildungsjahr (Paten) betreut, die ihnen während der Praktikumswochen auch in der Berufsschule beratend und informierend zur Seite stehen. Die Paten werden somit Experten der betriebsorientierten Berufsorientierung.
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Einleitung – Einordnung in das System Berufsorientierung

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Osnabrücker Patenmodell

Als in Osnabrück die beiden kaufmännischen berufsbildenden Schulen, BBS am Pottgraben und BBS am Schölerberg, durch die Initiative der Kommunalpolitik die Gründung eines gemeinsamen IT-Kompetenzzentrums58 erreichten, waren diesem Zentrum über seine Möglichkeiten der beruflichen Bildung hinaus auch die Berücksichtigung vorberuflicher Bildung und die Weiterbildung attachiert worden. Mit der Vernetzung dieses Teils der Berufsbildung mit der vorberuflichen Bildung war die Berufsorientierung zum integralen Teil des IT-Kompetenzzentrums bestimmt worden.

Es geht bei den Unterstützungen für die Jugendlichen in diesem Prozess nicht allein darum, den Wirkungszusammenhang einer einzelnen Institution oder eines einzelnen Mediums festzustellen und ggf. zu steigern/zu verbessern – so wichtig auch die Effizienz und Effizienzsteigerung jeder einzelnen Institution und jedes Mediums ist – es geht vielmehr um das Zusammenwirken aller Beteiligten zum Optimieren der Ergebnisse im Interesse der Berufswähler.59

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