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Reformmodelle in der Berufsorientierung

Das Beispiel der Patenschaft

Lothar Beinke

Die Berufsorientierung als Aufgabe für die Schule hat sich durchgesetzt. Trotz der sich häufenden Modelle bleiben die Erwartungen, die Ausbildungsabbrüche durch die verstärkten Aktivitäten zu reduzieren, unerfüllt. Zwar stehen neben neuen und erweiterten Diagnoseverfahren die Betriebspraktika noch immer als Erfolgsfaktoren im Mittelpunkt, um Berufsentscheidungen zu individualisieren. Doch als Informationssucher stehen die Jugendlichen in den Betrieben oft vor für sie schwer zu verarbeitenden Eindrücken, die die hochindustrialisierte Welt der modernen Produktionsstätten darstellen. Hier bietet das Modell der Patenschaften die entscheidende Hilfe zur Reduktion der Komplexität: Die Schüler werden von Auszubildenden im zweiten Ausbildungsjahr (Paten) betreut, die ihnen während der Praktikumswochen auch in der Berufsschule beratend und informierend zur Seite stehen. Die Paten werden somit Experten der betriebsorientierten Berufsorientierung.
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Die Einführung des Patenmodells

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Die „Eröffnung“ der Einführungen des Patenmodells in die ersten Referenzschulen – Haupt- und Realschule Bohmte und Bertha v. Suttner-Realschule in Osnabrück erfolgte mit deren 8. Klassen nach der Vermittlung der Praktikumsplätze für die Praktikantinnen und Praktikanten mit den Betrieben durch die BBS Am Pottgraben – vollzog sich plangemäß mit den Interviews der Schülerinnen und Schüler in den Schulen vor dem Eintritt in das Praktikum mit dem dafür entworfenen Interviewleitfaden. Die Schulen hatten – zu ihrer Entlastung – die Organisation von Interviewgruppen vorbereitet. Die Befragung erfolgte mit den jeweils drei bis vier anwesenden Schülern nacheinander und wurde – kommentarlos – mit einem Aufnahmegerät festgehalten. Nach dem Praktikum wurde in gleicher Weise verfahren. Die Interviews mit den Ausbildern erfolgten in den Firmen während des Praktikums, die Interviews mit den Paten und Patinnen nach dem Praktikum in der Berufsschule als Einzelinterview in einem separaten Raum.

Von dem Tonträger wurden die Texte neutral transskribiert, dann wurden sie genau ausgewertet und in einem weiteren Durchgang in einer „Dichten Beschreibung“ vervollständigt. Darin wurden Kommentierungen eingeschlossen. Diese Teile sind besonders durch Kursivdruck markiert.

Die sachnotwendige Durchführung und Auswertung der ersten Runde unmittelbar nach Abschluss geschah aus Gründen der Austauschabsichten mit der Modellversuchs-Leitung zur Gedächtnissicherung. Sie erlaubte außerdem erste Ansätze zur Interpretation.

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