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Kulturmanöver

Das k.u.k. Kriegspressequartier und die Mobilisierung von Wort und Bild

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Edited By Sema Colpan, Amália Kerekes, Siegfried Mattl and Magdolna Orosz

Der Band befasst sich mit dem k. u. k. Kriegspressequartier (KPQ), das von seiner Entstehung und Komplexität her unter den kriegsführenden Ländern des Ersten Weltkriegs einzigartig war. Die Aufsätze widmen sich zum einen jenen Maßnahmen, die das KPQ anordnete, leitete und kontrollierte. Dazu gehörten die Kriegsberichterstattung in journalistischen Frontberichten und fotografischen Dokumentationen, die Verarbeitung des Krieges mittels Malerei oder das Festhalten des Kriegsgeschehens mit der Filmkamera. Zum anderen bewerten die Autoren die Propagandamaßnahmen innerhalb eines breiteren Bezugsrahmens, und zwar mit Blick auf die alternativen Spielräume, die die zentralisierte Verwaltung gestattete. Als Vergleichsebenen werden außerhalb des Wirkungsbereichs des KPQ liegende Tendenzen des Kulturbetriebs herangezogen.
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Maler(ei) im Krieg – Erlebnis und Ausstellungspolitik. Die Tätigkeit der ungarischen Mitglieder der Kunstgruppe des KPQ

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Mónika Goda

Maler(ei) im Krieg – Erlebnis undAusstellungspolitikDie Tätigkeit der ungarischen Mitgliederder Kunstgruppe des KPQ

»Wenn ich wirklich arbeiten will, muss ich mit den Leuten, mit dem Leben Kontakt halten […].«

László Mednyánszky1

Der Erste Weltkrieg war ein genuiner Wendepunkt in der Geschichte der Kriegsmalerei. Es war das erste Mal, dass sich eine systematisch organisierte kriegsmalerische Tätigkeit etablieren konnte. Die Österreichisch-Ungarische Monarchie stellte nämlich eine einmalige Institution auf: Das k.u.k. Heeresministerium gründete bereits zu Beginn des Krieges, im Juli 1914 als Abteilung des Armeeoberkommandos das Kriegspressequartier, zu dem eine eigene Kunstgruppe gehörte. Ihre Funktion wurde von Oberst Wilhelm Eisner-Bubna im Rückblick für die Öffentlichkeit so charakterisiert: »Die Kunstgruppe des KPQ hatte während des Krieges die Aufgabe, die gewaltigen Ereignisse des Völkerringens im Bilde künstlerisch festzuhalten und so der vaterländischen Geschichtsschreibung dienstbar zu sein.«2 Im vorliegenden Beitrag versuche ich, anhand der vorhandenen Quellen3 ein Bild von der Tätigkeit der ungarischen Maler innerhalb der Kunstgruppe wie auch von den daran geknüpften Erwartungen und der Ausstellungspolitik des KPQ zu zeichnen, bzw. die Arbeitsweise der Künstler und die Entwicklung der Rezeption zu untersuchen. ← 229 | 230 →

Künstler im Dienst der Propaganda – Möglichkeiten, Grenzen und Kontrolle

Was wir mit Sicherheit wissen, ist, dass die Mitglieder der Kunstgruppe neben den Gruppen der Fotografen und der Berichterstatter das Kriegsgeschehen in erster Linie mit patriotischem...

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