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Kulturmanöver

Das k.u.k. Kriegspressequartier und die Mobilisierung von Wort und Bild

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Edited By Sema Colpan, Amália Kerekes, Siegfried Mattl and Magdolna Orosz

Der Band befasst sich mit dem k. u. k. Kriegspressequartier (KPQ), das von seiner Entstehung und Komplexität her unter den kriegsführenden Ländern des Ersten Weltkriegs einzigartig war. Die Aufsätze widmen sich zum einen jenen Maßnahmen, die das KPQ anordnete, leitete und kontrollierte. Dazu gehörten die Kriegsberichterstattung in journalistischen Frontberichten und fotografischen Dokumentationen, die Verarbeitung des Krieges mittels Malerei oder das Festhalten des Kriegsgeschehens mit der Filmkamera. Zum anderen bewerten die Autoren die Propagandamaßnahmen innerhalb eines breiteren Bezugsrahmens, und zwar mit Blick auf die alternativen Spielräume, die die zentralisierte Verwaltung gestattete. Als Vergleichsebenen werden außerhalb des Wirkungsbereichs des KPQ liegende Tendenzen des Kulturbetriebs herangezogen.
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Die Filmarbeit des KPQ. Von (audio)visueller Berichterstattung bis amtlicher Kriegshumoreske

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Sema Colpan

Die Filmarbeit des KPQVon (audio)visueller Berichterstattungbis amtlicher Kriegshumoreske1

Das Budapester Corso Kino kündigte mit einer Annonce im Pester Lloyd für den 15. März 1915 die Premiere des Expeditionsfilms Polarjagden an. Das vornehme Lichtspielhaus hatte sich die Vorführrechte gesichert und zeigte den Alaskadokumentarfilm des amerikanischen Jägers und Naturforschers Frank E. Kleinschmidt exklusiv. Am Tag nach der Erstaufführung ist derselben Werbeanzeige der Inhalt eines Telegramms vorangestellt, das vorgeblich aus dem »großen« Generalstabsquartier eingelangt war und Folgendes verkündete:

…. »Habe Kapitän Kleinschmidts Polarjagden vor Sr. k.u.k. Hoheit Erzherzog-Tronfolger Karl Franz Josef, Sr. k.u.k. Hoheit Erzherzog Friedrich, sowie dem ganzen Generalstab vorgeführt. Diesem überaus fesselnden hochinteressanten Film wurde allgemeine Bewunderung und Anerkennung gezollt.« … F.E. Kleinschmidt.2

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