Show Less
Restricted access

Leben und Lehre

Dogmatische Perspektiven auf lutherische Orthodoxie und Pietismus- Studien zu Gerhard, König, Spener und Freylinghausen

Tim Christian Elkar

Ist lutherische Orthodoxie mit toter Dogmatik und Pietismus mit reiner Frömmigkeit gleichzusetzen? Lange wurde dies so gesehen. Tatsächlich begegneten sich beide Richtungen in einer Orientierung auf die theologischen Grundkategorien von Leben und Lehre. Dies wird erstmalig in dieser dogmatischen Arbeit über die vier herausragenden Vertreter beider Richtungen nachgewiesen: Johann Gerhard, Johann König, Philipp Jakob Spener und Johann Anastasius Freylinghausen.
Show Summary Details
Restricted access

Vorwort

Extract

Leben und Lehre sind zwei Grundkategorien der Dogmatik wie der Theologie insgesamt. Die Vermittlung der beiden ist Aufgabe jeglicher theologischen Wissenschaft wie der gemeindlichen Praxis.

Lange Zeit stand die lutherische Orthodoxie grundsätzlich für eine Position der Lehre, während der Pietismus als eine vornehmlich praxisorientierte Frömmigkeitsrichtung interpretiert wurde. Forschungen der Kirchengeschichte haben diese Dialektik aufgebrochen. Dass beide Epochen versuchten, Lehre und Leben auch in der Dogmatik zusammenzufügen, ist in der theologischen Systematik bislang noch nicht untersucht worden. Die folgenden Ausführungen sollen dies ergründen. Ein solches Bemühen ist ohne eine hinreichend repräsentative Quellenauswahl nicht möglich. Hierfür steht der Vergleich grundlegender Texte von Johann Gerhard und Philipp Jakob Spener sowie zweier weiterer Theologen, deren dogmatischer Einfluss von großer Reichweite war.

Die vorliegende Studie wurde im Wintersemester 2013/2014 von der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Philipps-Universität Marburg als Dissertation angenommen und für die Drucklegung geringfügig überarbeitet. Sie versteht sich grundsätzlich als ein Beitrag zur Dogmatik, wagt aber auch einen fächerübergreifenden Ansatz. Wer sich auf diesen Schritt einlässt, wird vieles Neues entdecken können. Hierzu wurde ich von vielen ermuntert.

Ein besonderer Dank gilt meinem Doktorvater Prof. Dr. Dietrich Korsch. Bereits in meinem ersten Semester hat er meine Liebe zur Dogmatik geweckt und diese dann während meines Studiums in Marburg erhalten. Das kritische Durchdenken dogmatischer Lehrsätze habe ich ihm zu verdanken. Besonders möchte ich dabei hervorheben, dass Prof....

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.