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Verändern Gender Studies die Gesellschaft?

Zum transformativen Potential eines interdisziplinären Diskurses

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Franz Gmainer-Pranzl, Ingrid Schmutzhart and Anna Steinpatz

Gender Studies haben sich in den vergangenen Jahrzehnten als kulturwissenschaftlicher, interdisziplinärer und gesellschaftskritischer Diskurs etabliert. Sie analysieren die soziale und kulturelle Konstruktion von Geschlecht, kritisieren etablierte (meist unsichtbare) Machtstrukturen, die Diskriminierung und Ausschließungen produzieren, und beleuchten die Intersektionalität der Dimension Gender mit ethnischen, sozialen, politischen, ökonomischen und religiösen Lebensbereichen. Trotz hoher theoretischer Standards und eines differenzierten Problembewusstseins stellen sich den Gender Studies allerdings durch eingefahrene gesellschaftliche Spielregeln, ökonomische Vorgaben und diskursive Identitätskonstruktionen wirkmächtige Widerstände entgegen. Lassen sich kulturelle Logiken, die repressive und exkludierende Strukturen als natürlich ausgeben, überwinden? Verändern also Gender Studies die Gesellschaft? Eine interdisziplinäre Tagung an der Universität Salzburg setzte sich im November 2013 mit dieser Frage auseinander und zeigte aus der Perspektive unterschiedlicher Wissenschaften das gesellschaftsverändernde Potential der Gender Studies auf.
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Ma sœur cent têtes.

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Maria Hera

Ma sœur cent têtes

Ma sœur cent têtes ist ein fortlaufendes, feministisches Street-Art-Projekt, das ich im Juni 2012 begann. Hierbei sammle ich Porträts von Frauen, die in der Vergangenheit/Gegenwart Interessantes geleistet haben, und verarbeite sie zu Schablonen, welche ich an verschiedenen Orten in Wien oder auf Reisen sprühe. Jedes Stencil wird grundsätzlich mit einem Bar- bzw. QR-Code versehen, der via Smartphone gescannt werden kann und zur Wiki-/Webseite der jeweils dargestellten Person führt. Die so entstandenen Schablonengraffitis werden fotografisch dokumentiert und im Internet auf http://masoeurcenttetes.weebly.com veröffentlicht. Auf dem Blog findet sich zu jeder der Frauen eine eigene Seite mit dem entsprechenden Code, einer Kurzbeschreibung und einem weiterführenden Infolink, sowie eine chronologische, nach Städten geordnete Bilddokumentation.

Ziel der Arbeit ist es, sowohl die Masse an Frauen, die die Weltgeschichte maßgeblich beeinflusst haben, als auch deren Leistungen und Wirken aufzuzeigen und ins Bewusstsein zu rücken. Im öffentlichen Raum wird gesellschaftliche Anerkennung für zumeist männliche Staatsmänner, Autoren usw. in Form von Denkmälern tradiert. Diesen stelle ich in einer Feministischen Raumintervention weibliche Heldinnen zur Seite.

Der Titel spielt mit Max Ernsts Collagenroman La femme cent têtes1 aus dem Jahr 1929. Max Ernsts Bildwelt hat mein künstlerisches Verständnis und meine Arbeit von Anfang an maßgeblich beeinflusst. Im Laufe meines Studiums sowie mit wachsender künstlerischer Souveränität distanzierte ich mich immer weiter vom...

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