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Innerer Dialog und Textproduktion

Ein Beitrag zur Überwindung von Schreibhemmungen Studierender beim Verfassen ihrer wissenschaftlichen Abschlussarbeiten

Emma Huber

Wie kann der innere Dialog Studierende bei der Textproduktion für ihre wissenschaftlichen Abschlussarbeiten unterstützen und ihnen dabei helfen, Schreibhemmungen zu überwinden? Dazu vergleicht die Autorin entsprechende Beiträge aus Psychologie, Sprachwissenschaft, Pädagogik, Tiefenpsychologie und Existenzanalyse. So gelangt sie zu einem neuen Verständnis von Schreiben als Ausdruck des inneren Dialogs der Person. Eine Erprobung dialogischen Schreibens in der Praxis ergibt, dass Studierende diese Art von Schreiben als hilfreich einschätzen. Im letzten Teil des Werkes erörtert die Autorin Vorschläge zu einer verstärkten Schreibförderung in Schule und Hochschule sowie den Beitrag der Psychotherapie zum Gelingen eines Schreibprojekts.
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1. Beziehung, Dialog und wissenschaftliche Textproduktion

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1. Beziehung, Dialog und wissenschaftliche Textproduktion

Im Zentrum dieser Arbeit steht das Schreiben, d.h. die Textproduktion als Ergebnis des inneren Sprechens einer Person mit sich selbst oder einer/m Anderen. Dieses innere Sprechen wird in der Folge als innerer Dialog bezeichnet – im Gegensatz zum äußeren Dialog, der von Angesicht zu Angesicht mit einem aktuell anwesenden Gegenüber stattfindet.

Für jede Form eines Dialogs ist es Voraussetzung, dass die Person eine dialogische Haltung einnimmt, die sich als Ausrichtung oder Bezogen-sein auf sich selbst oder eine andere Person beschreiben lässt. Der Dialog i.e.S. hingegen ist wesentlich dadurch charakterisiert, dass die Person von ihrer Grundhaltung aus noch einen Schritt weitergeht und mit sich selbst oder einer anderen Person in Beziehung bzw. in einen Austausch tritt.

Daher werden in diesem Abschnitt zunächst die Grundlagen des äußeren sowie des inneren Dialogs anhand der Begriffe Relationalität und Intersubjektivität skizziert. Wie erwähnt ist dabei zu unterscheiden zwischen einem bloßen Bezogen-sein im Sinne eines Ausgerichtet-seins auf einen Anderen und einem In-Beziehung-treten oder In-Beziehung-sein mit einem Anderen. Anschließend werden weitere zentrale Begriffe anhand ausgewählter Literatur definiert und bei Bedarf kurz erläutert.

1.1 Intersubjektivität und Relationalität im Dienste des Dialogs

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