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Innerer Dialog und Textproduktion

Ein Beitrag zur Überwindung von Schreibhemmungen Studierender beim Verfassen ihrer wissenschaftlichen Abschlussarbeiten

Emma Huber

Wie kann der innere Dialog Studierende bei der Textproduktion für ihre wissenschaftlichen Abschlussarbeiten unterstützen und ihnen dabei helfen, Schreibhemmungen zu überwinden? Dazu vergleicht die Autorin entsprechende Beiträge aus Psychologie, Sprachwissenschaft, Pädagogik, Tiefenpsychologie und Existenzanalyse. So gelangt sie zu einem neuen Verständnis von Schreiben als Ausdruck des inneren Dialogs der Person. Eine Erprobung dialogischen Schreibens in der Praxis ergibt, dass Studierende diese Art von Schreiben als hilfreich einschätzen. Im letzten Teil des Werkes erörtert die Autorin Vorschläge zu einer verstärkten Schreibförderung in Schule und Hochschule sowie den Beitrag der Psychotherapie zum Gelingen eines Schreibprojekts.
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Resümee

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Wer schreibt, der malt sein Bild von Weltoder mancher ihrer Seiten;wandelbarer Kleinigkeiten,die, selbst wenn sie trefflich streiten,doch sein Text zusammenhält.

Viele Studierende fürchten sich vor dem Schreiben ihrer wissenschaftlichen bzw. akademischen Abschlussarbeiten. Diese Aufgabe stellt für sie die letzte große Hürde im Studium dar, die sie dann nicht selten an dessen Abschluss hindert.

Die Furcht vor dieser Anforderung hat mehrere Gründe: Studierende haben in ihrer Schulzeit zwar Schreiben praktiziert, zudem auf unterschiedliche Arten; nicht aber wissenschaftliches Schreiben. An der Universität hingegen wird dieses oft nicht explizit gelehrt, weil Lehrende bei ihren Studierenden eine ausreichende Schreibfähigkeit voraussetzen. Daher ranken sich unterschiedliche Vorstellungen und Mythen um wissenschaftliches Schreiben. Die Lektüre fremder wissenschaftlicher Texte hinterlässt bei Studierenden oft den Eindruck, sie müssten in der Lage sein, auf Anhieb einen ähnlichen Text zu produzieren. Vermutete Ansprüche von Seiten der BetreuerInnen und überhöhte, eigene Erwartungen hindern Studierende am Schreiben oder Weiterschreiben. Dazu kommen negative Erfahrungen aus der eigenen Schreibbiographie wie z.B. aus der eigenen Schulzeit und/oder psychische Probleme wie Depression, Angst, Selbstzweifel und vermindertes Selbstwertgefühl. Auch die Angst vor dem, was nach dem Abschluss kommen wird, spielt eine erhebliche Rolle, und sie plagt nicht nur jugendliche Studierende in der Spätadoleszenz. Die genannten Probleme münden häufig in Schreibhemmungen oder sogar Schreibblockaden.

Wie weit die übermäßige Betonung der kognitiven Seite des Schreibens dabei eine Rolle spielt, diese Frage...

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