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Umwelt-engagierte Literatur aus Island und Norwegen

Ein interdisziplinärer Beitrag zu den «environmental humanities»

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Reinhard Hennig

Umweltverschmutzung, Artensterben, globale Erwärmung – oft beeinflussen literarische Texte die Diskussion von Umweltfragen. Die erste umfassende Studie umwelt-engagierter Literatur aus Island und Norwegen verfolgt einen innovativen Ansatz, der mit ecocriticism, Umweltgeschichte, Umweltethik und Kulturökologie mehrere Bereiche der environmental humanities verbindet. Die untersuchten Texte reichen zeitlich von Halldór Laxness’ provokantem Essay Der Krieg gegen das Land (1970) bis zu Jostein Gaarders Klimawandelroman Anna (2013). Allen Werken gemeinsam ist eine ökologisch motivierte Kulturkritik. Doch der Vergleich zwischen Island und Norwegen zeigt: Gegensätzliche nationale Selbstbilder führen zu erstaunlichen Unterschieden in der literarischen wie außerliterarischen Umweltdiskussion.
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IV Norwegen

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1 Geographie und Geschichte

Das norwegische Festland bildet den westlichen Teil der Skandinavischen Halbinsel. Es erstreckt sich vom 57. bis zum 71. Grad nördlicher Breite und hat eine Gesamtfläche von 323.779 km2. Die mit 1.630 km längste gemeinsame Grenze ist die zu Schweden, wobei der Nordteil des Landes auch an Finnland und Russland grenzt. Zum Königreich Norwegen gehören neben dem Festland die nördlich von diesem zwischen dem 74. und 81. Grad nördlicher Breite gelegene Inselgruppe Spitzbergen (norw. Svalbard) mit einer Gesamtfläche von 61.022 km2 sowie die nordöstlich von Island auf dem 71. Breitengrad gelegene Insel Jan Mayen mit einer Fläche von 377 km2. Als ‘Nebenländer’ (biland) stehen zudem die antarktischen Gebiete Königin-Maud-Land (norw. Dronning Maud Land) und Peter-I.-Insel (norw. Peter I Øy) sowie die subantarktische Bouvetinsel (norw. Bouvetøya) unter norwegischer Verwaltung, sind jedoch nicht Teil des Königreichs Norwegen.1 Große Teile des Festlands sind gebirgig und liegen mehr als 500 m über dem Meeresspiegel.2

Dauerhaft bewohnt sind nur das Festland und Spitzbergen. Die Bevölkerungszahl betrug im Jahr 1970 knapp 4 Millionen Menschen, 2013 waren es gut 5 Millionen.3 Im Großraum Oslo lebten 2012 etwa 925.000 Menschen, die nächstgrößten Ballungsräume waren Bergen mit etwa 240.000 und Stavanger/Sandnes mit rund 200.000 Einwohnern.4

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