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Globalisierung, interkulturelle Kommunikation und Sprache

Akten des 44. Linguistischen Kolloquiums 2009 in Sofia

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Edited By Maria Grozeva-Minkova and Boris Naimushin

Dieser Band umfasst 56 Beiträge in deutscher, englischer und französischer Sprache, die auf dem 44. Linguistischen Kolloquium im September 2009 an der Neuen Bulgarischen Universität in Sofia gehalten wurden. Vortragende aus Europa, Asien und Australien behandelten unter dem Thema Globalisierung, interkulturelle Kommunikation und Sprache die vielschichtigen Einflüsse der Globalisierung und der neuen Medien auf die Sprache aus unterschiedlichen Perspektiven. Fragestellungen der gegenseitigen Beziehungen zwischen Sprache und Politik, Sprache und Kultur, Sprache und Gesellschaft werden in Bezug auf die interkulturelle Kommunikation und die Entwicklungstendenzen der Sprache analysiert.
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Aspekte der funktionalen Textperspektive

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← 84 | 85 → Stojan Bračič (Ljubljana)

Im vorliegenden Beitrag wird von der Frage ausgegangen, inwiefern sich die Prinzipien der Thema-Rhema-Gliederung, der sog. funktionalen Satzperspektive (Eroms 1986), von der Satzebene auf die Textebene transponieren lassen. Bekannt ist die Tendenz, dass linguistische Phänomene, die primär auf der Satzebene beobachtet werden, auch auf textueller Ebene ihre Berechtigung finden. Z. B. können die sog. Beziehungs- oder Formmittel, die für den Zusammenhalt der Elemente auf der Satzebene sorgen (nach Jung 1990: 50 sind es u.a. Valenz, Wortfolge, Intonation, Kongruenz usw.) auf der Textebene als textkohäsive Mittel betrachtet werden, indem sie um einen wesentlichen Parameter, die Rekurrenz, ergänzt werden. Oder: Die Sprechakttheorie hat ursprünglich den Satz als sprachliche Handlung angesehen. Heutzutage spricht man bekanntlich vom Text als einem komplexen Sprechakt. (Vgl. Bračič 1995.)

Nach einer kurzen theoretischen Einführung werden einige Grundtypen einer möglichen funktionalen Textperspektive angeführt, und zwar sowohl für Sachtexte als auch für literarische Texte. Darauf folgen die Analyse eines kurzen literarischen Textes und die zusammenfassenden Erkenntnisse.

Zur Festlegung der theoretischen Ausgangsbasis sei kurz zusammengefasst: Der Satz zerfällt in der Regel in zwei Pole: Das bereits Erwähnte (und daher Nicht-Neue) oder situativ Bekannte heißt Thema. An diese notwendige Redundanz (was übrigens an sich eine Contradictio in adjecto ist) fügt sich das Unbekannte, das Neue, das für den Rezipienten informativ-kommunikativ Relevante an. Das ist das Rhema. (Vgl. a. Bračič/Fix/Greule 2007:...

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