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Globalisierung, interkulturelle Kommunikation und Sprache

Akten des 44. Linguistischen Kolloquiums 2009 in Sofia

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Edited By Maria Grozeva-Minkova and Boris Naimushin

Dieser Band umfasst 56 Beiträge in deutscher, englischer und französischer Sprache, die auf dem 44. Linguistischen Kolloquium im September 2009 an der Neuen Bulgarischen Universität in Sofia gehalten wurden. Vortragende aus Europa, Asien und Australien behandelten unter dem Thema Globalisierung, interkulturelle Kommunikation und Sprache die vielschichtigen Einflüsse der Globalisierung und der neuen Medien auf die Sprache aus unterschiedlichen Perspektiven. Fragestellungen der gegenseitigen Beziehungen zwischen Sprache und Politik, Sprache und Kultur, Sprache und Gesellschaft werden in Bezug auf die interkulturelle Kommunikation und die Entwicklungstendenzen der Sprache analysiert.
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Semantische Untersuchung des Wortfeldes „Sitzgelegenheiten“ im österreichischen Deutsch und im Binnendeutschen

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← 482 | 483 → József Tóth/Sándor Káldi (Veszprém)

Ziel der Studie ist es, im Rahmen des plurizentrischen Konzeptes (Clyne 1975, Ammon 1995) das österreichische Deutsch zu untersuchen, und festzustellen, inwieweit sich das österreichische Deutsch vom Binnendeutschen in semantischer Hinsicht unterscheidet (Ebner 1980, Reiffenstein 1983, Wiesinger 1990, Muhr 1993). Die Themenwahl resultiert aus dem Ergebnis zahlreicher linguistischer Beiträge zu der in Österreich gebrauchten deutschen Sprache, welche zeigen, dass es wohl phonetische (Lipold / Hornung 1988), morphologische (Tatzreiter 1988), lexikalisch-semantische Unterschiede (Ebner, Forer/Moser, Metzler, Wiesinger 1988) zwischen dem Deutschen und dem österreichischen Deutsch gibt. Ebner (1988) und Sedlaczek (2004) beschäftigen sich mit Wortfeldern und Bedeutungszusammenhängen (Duchaček 1968, Schwarz/Chur1993) zwischen dem öserreichischen und dem binnendeutschen Wortschatz. In diesen Werken wird dargstellt, dass sich ein österreichisches und ein binnendeutsches Wort nur in seltenen Fällen als klare Opposition gegenüberstehen wie z. B. Tomate und Paradeiser. Da das sprachliche Ausgangsmaterial auf der gemeinsamen deutschen Sprache beruht, bestehen die regionalen Unterschiede häufiger darin, dass in einer Gruppe von Synonymen die Bedeutungselemente unerschiedlich aufgeteilt sind oder dass in einer Gruppe von Wörtern die Bedeutungen unterschiedlich gruppiert sind. In diesen Arbeiten veranschaulichen viele Beispiele, welche semantischen Parallelverschiebungen zwischen dem österreichischen und dem binnendeutschen Sprachgebrauch einerseits und zwischen Dialekt und Standardsprache andererseits bestehen. Diese Darstellungen gehen von der Annahme aus, dass der spezifisch österreichische Wortschatz nicht losgelöst vom Binnendeutschen behandelt werden kann, weil die Überschneidungen und oft nur feine Verwendungsnuancen eine vereinfachte Trennung beider Sprachlandschaften gar...

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