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Das Instrumentarium der politischen und wirtschaftlichen Risikoabsicherung zur Investitions- und Handelsförderung in Afrika

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Manuel Fröling

Um deutsche Unternehmen bei ihrem Schritt in risikoreiche Auslandsmärkte wie die der Region Afrika zu unterstützen, hat die Bundesrepublik Deutschland die Instrumente der Auslandsgeschäftsabsicherung geschaffen – die Exportkreditgarantien, die Garantien für Ungebundene Finanzkredite und die Investitionsgarantien. Bisher werden die drei Bundesgarantien überwiegend für Geschäfte mit ausländischen Schuldnern in asiatischen und europäischen Schwellen- und Entwicklungsländern in Anspruch genommen. Im Hinblick auf die geringe Nachfrage nach den Instrumenten für Geschäfte mit Vertragspartnern in Afrika untersucht die Arbeit, aufbauend auf einer durchgeführten Unternehmensumfrage sowie Experteninterviews, verschiedene Ansätze zur Optimierung des Förderinstrumentariums.
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1 Einleitung

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1.1 Problemstellung

Die wirtschaftlichen Aktivitäten deutscher Unternehmen in den afrikanischen Ländern bewegen sich auf einem nur geringen Niveau. Offensichtlich wird das, wenn man die Zahlen zum deutsch-afrikanischen Außenhandel näher betrachtet. Sowohl die deutschen Ausfuhren nach Afrika als auch die afrikanischen Einfuhren nach Deutschland liegen in einem niedrigen einstelligen Prozent­bereich1 Der überwiegende Anteil der Außenhandelsaktivität deutscher Unternehmen in Afrika konzentriert sich zudem auf nur wenige Länder. Vor allem Südafrika zählt neben einigen nordafrikanischen Ländern wie Ägypten, Algerien, Marokko und Tunesien zu den wichtigsten Außenhandelspartnern2 Auch als Investitionsstandort rufen die meisten afrikanischen Länder bei den deutschen Unternehmen kein großes wirtschaftliches Interesse hervor3 Der regionale Schwerpunkt der deutschen Unternehmen liegt dabei, wie im Bereich des Außenhandels, nur auf einigen wenigen Ländern4 ← 1 | 2 →

Es gibt verschiedene Gründe für die insgesamt geringe Außenhandels- und Investitionstätigkeit deutscher Unternehmen in Afrika. Die überwiegende Mehrheit der afrikanischen Staaten verfügt über ein unterentwickeltes Rechtssystem. Aufgrund der schwachen institutionellen Rahmenbedingungen in vielen Ländern Afrikas kann der Schutz von Eigentumsrechten häufig nur unzureichend gewährleistet werden, was insbesondere bei ausländischen Investoren zu einem hohen Maß an Unsicherheit führt.5 Neben der Rechtsunsicherheit erschweren die bürokratischen Hemmnisse sowie die weit verbreitete Korruption in vielen afrikanischen Ländern ein wirtschaftliches Engagement. Zudem weisen die meisten afrikanischen Länder gravierende wirtschaftliche Strukturprobleme, wie eine mangelhafte Infrastruktur, eine niedrige Produktivität sowie eine...

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