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EDV-unterstützte Optimierung der Verwaltungssprache in Österreich am Beispiel einer einer öffentlichen Kontrolleinrichtung

Günter Fradinger

Aus ihrer Entwicklung umgibt die Verwaltungssprache eine sprachliche Normierung im Hinblick einer Allgemeinverbindlichkeit gegenüber den Adressatinnen bzw. Adressaten, wobei deren historische Kodifikation sowohl in Wörterbüchern als auch in sonstigen Aufzeichnungen niedergeschrieben wurde. Dies betrifft auch die verbindliche Einhaltung der Gendergerechten Formulierungen in der österreichischen Verwaltungssprache: Durch Umformulieren des Satzes soll die bzw. der Handelnde eindeutig in den Prüfberichten benannt werden. Diese Arbeit zeigt, inwieweit im Hinblick einer optimalen Verständlichkeit und Lesbarkeit der Verwaltungssprache und deren Texte für die Adressatinnen bzw. Adressaten diese Ziele mithilfe einer EDV-Unterstützungshilfe zu erreichen sind. Zusätzliches Infomaterial ist dem Buch auf einer CD beigefügt.
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9. Umsetzung des „Geschlechtergerechten Formulierens“

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Wie bereits im vorigen Kapitel angekündigt, sieht die Novelle des B-VG (hierbei BGBl I Nr. 1/2008) in Art. 13 Abs 3 u.a. die Gleichstellung von Frauen und Männern auch auf Ebene der Verwaltungssprache vor.

Definitionsgemäß haben dabei „Bund, Länder und Gemeinden bei der Haushaltsführung die tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern anzustreben“.

Daraus abgeleitet galt es auch in der Verwaltungssprache von Kontrolleinrichtungen die „Geschlechtergerechte Formulierung“ verpflichtend umzusetzen.

Da das Überprüfen der Berichte hinsichtlich geschlechtergerechter Formulierungen jedoch zeitaufwendig ist und die aktuellen Richtlinien nicht immer unmittelbar bekannt sind bzw. häufigen Änderungen unterliegen, war es naheliegend entsprechende Regeln für „Geschlechtergerechte Formulierungen“ in die Software „CLAT“ zu implementieren.

Die Grundlagen hierfür wurden aus einem Forschungsprojekt des IAI aus dem Jahr 2003 anhand eines Prototyps bereitgestellt, wobei das verwendete Regelwerk zur Vermeidung eines sexistischen Sprachgebrauchs dem Anspruch der deutschen feministischen Linguistik folgt und wie nachstehend definiert wird:

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