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Sprachvariation und Sprachreflexion in interkulturellen Kontexten

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Edited By Corinna Peschel and Kerstin Runschke

Linguistik und Sprachdidaktik müssen sich, wollen sie auf der Höhe der wissenschaftlichen Entwicklung bleiben, einiger zentraler Aspekte annehmen. Drei der wichtigsten sollen in diesem Band in ihren Zusammenhängen beleuchtet werden: Sprachvariation, Sprachreflexion und interkulturelle Kommunikation. Diese Trias eröffnet gerade in ihrem Zusammenspiel eine Fülle spannender linguistischer und didaktischer Fragestellungen. Neben der Rolle der Variation im heutigen Deutsch und den daraus folgenden didaktischen Konsequenzen werden neue Aspekte der Sprachreflexion betrachtet. In Zeiten eines immer stärker multikulturell geprägten Europa müssen – in Gesellschaft und Schule – auch Fragen der Sprachvariation und -reflexion noch stärker unter einem interkulturellen Aspekt betrachtet werden.
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Erwartung und Aufschluss. Namen in literarischen Texten

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Eckehard Czucka

Erwartung und Aufschluss Namen in literarischen Texten

This paper proves the assumption that there are no meaningless names in literature, and it seems to be a promising method, to understand the „text as the unfolding of the name“. This reading tries to identify and describe the linguistic importance of names and the results can be implemented in the context. In certain cases, the literary treatment of name proves [even] as a text-internal poetics.

Die Onomastik ist unzweifelhaft eine linguistische Disziplin, doch konnte und kann deren Gegenstand ‚Eigennamen’ auch literaturwissenschaftliches wie –geschichtliches Interesse wecken, so dass „Die literarische Onomastik […] heute eine fest etablierte Forschungsrichtung“ und „als Brückenwissenschaft zwischen Sprach- und Literaturwissenschaft“ gelten kann (Debus 2002, 12).

Wenngleich schon 1804 in Jean Pauls Vorschule der Ästhetik bei den „Regeln und Winke[n] für Romanschreiber“ (Kap. 44, §74) einige Anmerkungen zur Namengebung zu finden sind, so ist der Beginn einer literaturwissenschaftlichen Beschäftigung mit der „Namen-Symbolik in der deutschen Poesie“ von Boas (1840) anzusetzen. Nach verstreuten Ansätzen am Ende des 19. und am Beginn des 20. Jahrhunderts (da vor allem aus dem Umfeld des Russischen Formalismus)1 gab es in den 1970er Jahren eine intensive Beschäftigung mit Namen in literarischen Texten. 1978 erschienen gleich drei Dissertationen zum Thema: aus literaturwissenschaftlicher Sicht wurde die Namengebung in der Literatur, fokussiert auf das Drama, von Thies (1978) und Birus (1978) behandelt; aus linguistischer Sicht traktierte Kalverkämper (1978) Eigennamen und Kontext (so...

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