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Sprachvariation und Sprachreflexion in interkulturellen Kontexten

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Edited By Corinna Peschel and Kerstin Runschke

Linguistik und Sprachdidaktik müssen sich, wollen sie auf der Höhe der wissenschaftlichen Entwicklung bleiben, einiger zentraler Aspekte annehmen. Drei der wichtigsten sollen in diesem Band in ihren Zusammenhängen beleuchtet werden: Sprachvariation, Sprachreflexion und interkulturelle Kommunikation. Diese Trias eröffnet gerade in ihrem Zusammenspiel eine Fülle spannender linguistischer und didaktischer Fragestellungen. Neben der Rolle der Variation im heutigen Deutsch und den daraus folgenden didaktischen Konsequenzen werden neue Aspekte der Sprachreflexion betrachtet. In Zeiten eines immer stärker multikulturell geprägten Europa müssen – in Gesellschaft und Schule – auch Fragen der Sprachvariation und -reflexion noch stärker unter einem interkulturellen Aspekt betrachtet werden.
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Vorwort

Sprachvariation und Sprachreflexion in interkulturellen Kontexten: zentrale Aspekte sprachdidaktischer Forschung und Lehre

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Die Sprachdidaktik hat sich, will sie auf der Höhe der wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung bleiben, einiger zentraler Fragen anzunehmen, die sich im 21. Jahrhundert verstärkt stellen. Drei der wichtigsten sollen in diesem Band herausgegriffen und auch und vor allem in ihren Zusammenhängen beleuchtet werden.

Es handelt sich dabei 1. um die Frage nach Variation im heutigen Deutsch und den daraus folgenden didaktischen Konsequenzen. Während Sprachwissenschaft und Sprachdidaktik schon seit einiger Zeit von zahlreichen Varietäten des Deutschen ausgehen, herrscht in Unterrichtswirklichkeit und Lehrwerken noch immer eine starke Konzentration auf die so genannte ‚Standardsprache’ vor. Das didaktische Potential der Beschäftigung mit von dieser Standardsprache und den ihr zugeordneten Normen abweichenden Varietäten wurde vor allem von Eva Neuland immer wieder betont und mit zahlreichen Belegen unterfüttert. Im vorliegenden Band werden beispielsweise nationale bzw. regionale Varianten des Deutschen thematisiert, ebenso wie medienbedingte Variation oder solche, die vor allem bestimmte Altersgruppen oder Stilebenen betrifft.

So beschäftigt sich Moraldo in seinem Beitrag mit Funktionserweiterungen der deutschen Sprache am Beispiel einer neuen Bedeutung und Verwendung des Pronominaladverbs ‚wobei’. Cherubim erörtert – teilweise unter diachronischer Perspektive – Beschreibungsprobleme, die sich aus der Verbindung von Sprache und Emotion ergeben können. Unter welchen Voraussetzungen und Bedingungen sich die Varietät Namslang in Namibia entwickelt hat und welche systemlinguistischen Ausprägungen sie aufweist, beschreibt Kellermeier-Rehbein in ihrem Beitrag. Lutjeharms stellt die Ergebnisse einer unter deutsch-, niederländisch- und englischsprachigen Studierenden durchgeführten empirischen Untersuchung zu Sprachver...

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