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Englischunterricht auf der Primarstufe

Neue Forschungen – weitere Entwicklungen

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Edited By Markus Kötter and Jutta Rymarczyk

Nach zehn Jahren Fremdsprachenlernen in der Grundschule hat sich das Feld wie kaum ein anderes entwickelt. Ein Grund dafür ist die rege und vielfältige empirische Forschung, die in diesem Band durch zehn Beiträge vorgestellt wird. Die Diskussion widmet sich Aspekten wie dem Beginn des Fremdsprachenunterrichts, der Wertigkeit des Fremdsprachenlernens, der Ausbildung von Sprachbewusstheit, der Vermittlung der Schriftform, Wortschatz- und interkulturellem Lernen, neurowissenschaftlichen Einblicken in Emotionen und Bewegung, bilingualen und immersiven Ansätzen, mehrsprachigen Lernumgebungen sowie den Leistungen von Kindern mit Migrationshintergrund. Damit vermittelt das Buch einen vielfältigen Überblick über die aktuelle Forschungslage, stellt aber auch Anregungen für die Schulpraxis vor.
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Die Hör- und Leseverstehensleistungen im Fach Englisch von Kindern am Ende der Grundschulzeit unter besonderer Berücksichtigung lebensweltlicher Ein- und Mehrsprachigkeit: Eva Wilden, Raphaela Porsch

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Die Hör- und Leseverstehensleistungen im Fach Englisch von Kindern am Ende der Grundschulzeit unter besonderer Berücksichtigung lebensweltlicher Ein- und Mehrsprachigkeit

Eva Wilden und Raphaela Porsch

1. Einleitung

Die Einführung des frühbeginnenden Fremdsprachenunterrichts (FSU) ab Klasse 3 und in einigen Bundesländern bereits ab Klasse 1 wurde von einem zum Teil polemischen Medienecho begleitet, das die bildungspolitischen Ziele des Fremdsprachenlernens in den Grundschulen in Frage stellte (vgl. z.B. Kerstan 2008: 1, in der Zeit Online: „Stoppt den Fremdsprachenunterricht an den Grundschulen!“). Auch auf bildungswissenschaftlicher und fachdidaktischer Seite traf die Umsetzung der politischen Entscheidung für FSU ab Klasse 1 teils auf Kritik, wenn auch die Vertreter der Fachdidaktik grundsätzlich den frühen Englischunterricht (EnU) befürworteten (vgl. z.B. Diehr 2011; Piske 2013). Mit Blick auf teils vorhandene Defizite im deutschen (Schrift-)Spracherwerb empfahl z.B. der Expertenrat ‚Herkunft und Bildungserfolg‘ unter der Leitung von Jürgen Baumert (2011: 93f.), die ‚Rückverlegung‘ des FSU von der 1. in die 3. Klasse in Baden-Württemberg, um so frei werdende Ressourcen zur Förderung von Kindern ohne altersgemäße sprachliche Entwicklung im Deutschen nutzen zu können – seien dies nun Kinder mit oder ohne Migrationshintergrund.

Diese Debatte soll hier nicht weiter befeuert werden. Vielmehr gilt das Interesse der Auswertung empirischer Daten über die Hör- und Leseverstehensleistungen (HV- und LV-Leistungen) im Fach Englisch von mehr als 6.500 nordrhein-westfälischen Kindern am Ende der Grundschulzeit unter besonderer Berücksichtigung ihrer lebensweltlichen Ein-...

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